Die Nr. 1 bei Frischmilch-Produkten

Lebensmittelhersteller bieten interessante Chancen. Danone ist weltweit präsent und in Europa bei Milchprodukten führend. (Foto: 4kclips / shutterstock.com)

Lebensmittelkonzerne glänzen mit vielen bekannten Marken und stabilen Umsätzen.

In Europa gehört Danone zu den größten Unternehmen – ob Milchprodukte oder Mineralwasser; Die Franzosen sind an vielen Marken beteiligt.

Danone ist nach Nestlé und Unilever der drittgrößte Nahrungsmittel-Produzent Europas und weltweit die Nr. 1 bei Frischmilch-Produkten sowie die Nr. 2 im Bereich Mineralwasser (Evian, Volvic).

Randaktivitäten wie Saucen, Gewürze und die Gebäck-Sparte wurden verkauft. Dagegen wird das Geschäft mit Milchprodukten ausgebaut.

Michpulver-Skandal in China belastet weiter

Danone hat im 1. Halbjahr von niedrigeren Milchpreisen profitiert. Der Umsatz stieg um 8,8%. Alle Sparten und auch alle Regionen, außer Nordamerika, haben zum Wachstum beigetragen.

Der Umsatz mit Milchprodukten lag zwar nur leicht über Vorjahresniveau, die operative Marge verbesserte sich aber von 7,8 auf 9,2%. Wachstumstreiber waren die Geschäfte mit Wasser und Kindernahrung, die um 20,7 und 18,5% zulegten.

Das operative Ergebnis stieg um 17% auf 1,38 Mrd. €. Der Nettogewinn brach dagegen um 32% ein. Verantwortlich waren hohe Abschreibungen in China bei der Marke Dumax.

Danone gibt jetzt seine Bemühungen zur Wiederbelebung der Babymilch-Sparte in China auf.

Die Marke Dumex wird an den Konkurrenten Yashili verkauft. Gleichzeitig baut der Konzern seine Beteiligung am chinesischen Molkerei-Konzern Mengniu aus.

Hintergrund für den Verkauf ist der zunehmende Wettbewerb auf dem 20 Mrd. $ schweren chinesischen Markt für Säuglingsmilchpulver.

Hinzu kommt, dass Danone immer noch unter den Folgen eines vermeintlichen Skandals um verunreinigtes Milchpulver leidet.

Für defensive Investoren eine Überlegung wert

Der Vorwurf erwies sich später als falsch. Trotz des schwer berechenbaren wirtschaftlichen Umfelds hält das Management an seiner Jahresprognose fest:

Ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5% und eine moderate Verbesserung der operativen Handelsmarge. Die Ziele sind realistisch.

Im 1. Halbjahr ist Danone organisch um 4,6% gewachsen, und die operative Handelsmarge lag bei 12,1%. Im vergangenen Jahr waren es 12,6%.

Langfristig erwarten wir eine marktdurchschnittliche Kursentwicklung. Neben der Kursentwicklung spielt für Danone-Investoren auch die Dividende eine Rolle.

Derzeit liegt die Rendite bei rund 2,9%. Das ist zwar nicht übermäßig viel, doch angesichts der eher mittelmäßig ausgeprägten Zyklik der Aktie durchaus ein Kaufargument. Anleger sollten bei Danone den Vergleich zur Konkurrenz wie Nestlé machen.

Beide Unternehmen haben ihre Vor- und Nachteile. Solide Investments sind sie aber dennoch. Der Lebensmittel-Sektor ist und bleibt ein gutes Pflaster für defensiv ausgerichtete Investoren.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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