Die Reisebranche boomt

Dank guter Konjunktur, Rekordbeschäftigung und steigender Einkommen können sich immer mehr Menschen eine Urlaubsreise leisten. (Foto: Birgit Reitz-Hofmann / shutterstock.com)

Terroranschläge, Naturkatastrophen oder politische Veränderungen sind zwar Gift für die Tourismus-Branche. Dennoch verzichten die Menschen nicht auf ihren wohlverdienten Urlaub. Besonders die Deutschen nicht. Dank guter Konjunktur, Rekordbeschäftigung und steigender Einkommen können sie sich eine Urlaubsreise auch leisten. Bei TUI entsprechen die guten Buchungen für den Sommer unseren Erwartungen.

Vor allem klassische Ziele wie Griechenland und Spanien boomen. Das Nachsehen haben Länder wie Ägypten und die Türkei, auch wenn sich die Situation dank extrem niedriger Preise zuletzt etwas entspannt hat. Aber auch Deutschland bleibt ein beliebtes Reiseziel. Viele Deutsche machen Urlaub im eigenen Land, doch es kommen auch immer mehr ausländische Feriengäste zu uns. Kreuzfahrten werden ebenfalls immer stärker nachgefragt. Die Europäer beginnen diese Form des Reisens für sich zu entdecken.

Durch den demografischen Wandel wachsen traditionelle Zielgruppen, gleichzeitig werden Seereisen bei Familien und jüngeren Menschen beliebter. Hier kommen 2 Trends zusammen, die das Wachstum in den nächsten 5 bis 10 Jahren beschleunigen. So erhalten die Kreuzfahrt-Töchter von TUI weitere Schiffe, um ihre Position auszubauen.

Disney legt im Bieterwettstreit nach

Im Bieterwettstreit um das Film- und Fernsehgeschäft von Twenty-First Century hat Disney sein Angebot deutlich nachgebessert. Der Konzern hat 71,3 Mrd. $ für die Fox-Geschäftsteile geboten und damit den Kabelkonzern Comcast ausgestochen. Die jüngste Offerte von Comcast lag bei 65 Mrd. $. Disney bot zudem an, einen Teil des Kaufpreises bar zu bezahlen und nicht in eigenen Aktien. Die neue Disney-Offerte dürfte dem Angebot von Comcast überlegen sein. Eine endgültige Entscheidung des Verwaltungsrats steht aber noch aus.

Die Freizeitbranche boomtDie Verbraucher sind bereit mehr Geld für ihre Freizeitaktivitäten auszugeben. Davon profitieren neben Fernsehsender auch Reiseunternehmen und Hotels. › mehr lesen

Bei den zum Verkauf stehenden Vermögenswerten handelt es sich um das Entertainment-Geschäft, wie zum Beispiel das Hollywood-Studio von Fox, internationale Pay-TV-Angebote und den Streaming-Dienst Hulu.

Starbucks schwächelt, YUM! Brands ist zurück in der Spur

Früher verkaufte Starbucks fast ausschließlich Kaffee, doch zurzeit werden in aller Welt neue, gesunde Food-Produkte in das Sortiment aufgenommen. Der neue Konzernchef hatte eine rasche Rückkehr zu starkem Wachstum versprochen. Der Druck, wieder mehr Kunden in die Filialen zu locken, ist groß. Zuletzt lief das Geschäft eher schleppend.

Im 2. Quartal kletterte der Gewinn nur um 1%. Jetzt sollen in den USA über 100 unrentable Filialen geschlossen werden. 7,5 Mrd. $ für Getränke und Kaffeebohnen, die Starbucks weltweit in Supermärkten verkauft sowie Produkte für die Gastronomie wechseln den Besitzer. Käufer ist Nestlé. Starbucks will sich offenbar mit dem Verkauf auf sein Kerngeschäft, das Betreiben seiner Kaffee-Shops, konzentrieren. Der Konzern hatte bereits im November seine Teemarke Tazo an Unilever verkauft.

Die strategische Neuausrichtung verhalf YUM! Brands zu einem guten Jahresauftakt. Der bereinigte Umsatz stieg um 4%, und der Gewinnanstieg ohne Sonderposten betrug 38%. Im Fokus steht neben der Stärkung des operativen Geschäfts vor allem der Ausbau der digitalen Aktivitäten (E-Commerce).


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.