Die schwedische Antwort auf Zigaretten ist Snus

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Das Geschäft mit Snus und Schnupftabak ist von der Konjunktur unabhängig ist, was sich auch in den guten Geschäftszahlen für 2018 niederschlägt. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Auf die Produkte von Swedish Match verzichtet auch in der Krise niemand. Das Geschäft mit Snus und Schnupftabak ist von der Konjunktur unabhängig ist, was sich auch in den guten Geschäftszahlen für 2018 niederschlägt. Die kamen an der Börse gut an; der Kurs hat jetzt einen wichtigen Widerstand überwunden. Die mittelfristige Kurschance liegt bei gut 20%.

Bekömmliche Renditen mit Snus

Der Traditionskonzern aus Stockholm verdient sein Geld vor allem mit Snus-Tabak. Die kleinen Tabakbeutel, die man sich hinter die Lippe klemmt, sind in Skandinavien sehr beliebt und stoßen auch in den USA auf immer größere Nachfrage. Außerdem produziert Swedish Match Kau- und Pfeifentabak sowie Zigarren, Feuerzeuge und Streichhölzer. Die Herstellung findet in 16 Ländern statt und die Produkte werden in über 150 Länder geliefert. Der Konzern beschäftigt weltweit 3.880 Mitarbeiter.

Reihenweise Marktführer

Im Produktportfolio von Swedish Match schlummern Marktführer, wohin das Auge reicht. Bei “Ettan”, “Kronan”, “Feudor” und “Solstickan” handelt es sich nicht etwa um die Aufzählung der Spitzenspieler der schwedischen Eishockeynationalmannschaft. Vielmehr sind es Markenprodukte aus dem Hause Swedish Match, vom Schnupftabak bis hin zum Feuerzeug. Wichtige Marken im Streichholzsegment sind Swan, Solstickan, Three Stars und Redheads. Swedish Match ist der größte Tabakkonzern in Skandinavien. Im Heimatmarkt Schweden fährt der Konzern den größten Anteil vom Gesamtumsatz ein, gefolgt von den USA.

Umsatz und Gewinn steigen auf Rekordniveau

Es wird an vielen Dingen gespart, nicht jedoch wenn es um die kleinen Freuden im Leben geht, denn auf eine Prise Schnupftabak wird wohl kaum jemand verzichten. Weil sich die rauchfreien Produkte immer größerer Beliebtheit erfreuen, hat Swedish Match im Geschäftsjahr 2018 die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich übertroffen.  Der Umsatz stieg um 8,7% und der Gewinn um 5,2%. Im Jahr zuvor profitierte der Konzern jedoch von Sondererträgen aus dem Verkauf der STG-Beteiligung und eines Grundstücks. Auf bereinigter Basis betrug das Gewinnwachstum 25%.

Das Kerngeschäft wächst

Das Kerngeschäft mit Kau- und Schnupftabak wuchs um 11,7% auf 6,13 Mrd. SKR. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge von 43 auf 45,6%. Der Umsatz mit Tabakprodukten stieg sogar um 13,1% auf 5,24 Mrd. SKR. Aufgrund verschiedener Sonderbelastungen schrumpfte die Marge aber von 38,3 auf 37,3%. Regional überzeugte das US-Geschäft mit einem Wachstum von 12,3%. Dort erwartet Swedish Match eine Fortsetzung des Erfolgskurses. Entsprechend werden Produktions- und Vertriebskapazitäten ausgebaut. Das Management hat noch keine Jahresprognose für 2019 abgegeben. Die Aussichten sind aber ausgezeichnet, zumal sich immer mehr Raucher von der traditionellen Zigarette verabschieden.

Swedish Match ist ein großzügiger Dividendenzahler

Swedish Match verfolgt seit je her eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik und schüttet zwischen 40% und 60% des Gewinns an seine Aktionäre aus. Außerdem wurden freie Gelder verwendet, um eigene Aktien zurückzukaufen, was die Zahl der ausstehenden Papiere allein von 2005 bis heute um über 40% verringert hat. Für 2018 wird die Basisdividende von 9,20 auf 10,50 SKR pro Aktie erhöht. Schon im vergangenen Jahr hat Swedish Match 5,4 Mrd. SKR in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an seine Anteilseigner ausgeschüttet.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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