Die Sportartikelbranche ist hart umkämpft

Nike, der größte Rivale von adidas, meldete im Schlussquartal von März bis Mai sehr gute Geschäfte.

Am stärksten legten die Einnahmen in China und Nordamerika zu, wo Nike Umsatz-Anstiege um 18 und 13% verbuchte.

Begehrt waren weltweit Schuhe und Bekleidungsartikel. V. a. für Schuhe der Marken Jordan, LeBron und Kobe griffen die Amerikaner tief in die Tasche.

Nike profitierte vom reißenden Absatz von Basketball-Schuhen und übertraf das 8. Quartal in Folge die Gewinn-Erwartungen.

Mit einem Jahresumsatz von über 30 Mrd. $ ist Nike mittlerweile fast doppelt so groß wie der deutsche Rivale adidas.

adidas verliert Sponsoring-Vertrag

Jetzt hat Nike auch noch adidas einen seiner wertvollsten Sponsoring-Verträge abgenommen.

Die Hochschule hatte sich nicht für eine Vertrags-Erneuerung entschieden. Künftig statten wieder die Amerikaner die Sportteams der Universität Michigan aus.

Nike und Michigan haben sich auf einen Vertrag geeinigt, der mit der Saison 2016/17 beginnen und bis mindestens 2027 laufen soll.

Nike war mehr als 10 Jahre lang der Sportartikellieferant der „Michigan Wolverines“, bis adidas den Vertrag 2008 übernahm.

Für den deutschen Konzern war der Vertrag mit der Hochschule, die in der Universitätssportliga Big Ten vertreten ist, ein Kronjuwel.

Für adidas bleibt der Trost, dass sich die Aktie mit +24% zumindest in diesem Jahr bisher besser entwickelt hat als die von Nike (+17%). Langfristig hat Nike aber auch da die Nase vorn.

Schlusslichter

Bei den Schlusslichtern Puma und Quiksilver läuft es einfach nicht. Quiksilver kommt nicht aus den roten Zahlen heraus und hat das 1. Halbjahr erneut mit wenig erfreulichen Zahlen abgeschlossen.

Der neue CEO Pierre Agnes, der im April die Nachfolge von Andy Mooney angetreten hatte, verkündete auch für den weiteren Verlauf des Jahres schlechte Nachrichten.

Die Aktionäre haben das Unternehmen offensichtlich aufgegeben. Die Aktie hat seit Jahresanfang über Dreiviertel ihres Wertes verloren und ist mittlerweile ein Pennystock.

Puma mit Verlust

Puma ist im 2. Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Probleme bereiteten vor allem der starke Dollar und der Wertverfall von Währungen in wichtigen Auslandsmärkten.

Zudem machten höhere Werbeausgaben sowie Investitionen in die IT und in modernere Läden dem weltweit drittgrößten Sportartikelkonzern zu schaffen.

Puma ist zudem stärker als seine Konkurrenten vom Geschäft in Schwellenländern abhängig, deren Währungen zum Dollar besonders stark an Wert verloren haben.

Als Gegenmaßnahme hat Puma in einigen Auslandsmärkten wie Russland und Mexiko die Preise erhöht.

Der Konzernchef versucht seit gut 2 Jahren, die Marke wiederzubeleben. Lange hatte sich Puma auf modischen Lifestyle konzentriert und das Thema Sport vernachlässigt.

ASICS macht alles richtig

ASICS macht seit über 50 Jahren das gleiche immer besser – Laufschuhe. Durch die klare Fokussierung auf ergonomisch und funktionell überragende Sportschuhe, hat sich der Konzern ein hohes Ansehen erarbeitet.

Experten bestätigen heute einhellig: Die besten Laufschuhe kommen aus dem Hause ASICS – ein Ruf, bei dem selbst adidas, Puma und Nike vor Neid erblassen.

Diese Fokussierung auf die Kernkompetenz spiegelt sich im Zahlenwerk und auch beim Aktienkurs wider.

19. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt