Die Telekommunikations-Branche wartet gleich mit 2 Top-Favoriten auf

Drillisch hat im 2. Quartal die positiven Trends aus dem 1. Quartal fortgesetzt:

Das solide Wachstum der Teilnehmer-Zahlen wurde durch einen steigenden Beitrag aus dem Offline-Segment mitgetragen. Der Bestand der MVNO-Kunden stieg um 25,6% auf 2,92 Mio. Teilnehmer.

Während die Zahl der Volumen-Teilnehmer um 114.000 auf 584.000 abgenommen hat, stieg die Zahl der deutlich profitableren Budget-Teilnehmer um 43,5% auf 2,34 Mio.

Die positive Entwicklung des Kunden-Mix der letzten Quartale konnte somit nochmals gesteigert werden.

Durch eine bessere Auslastung der Kapazitäten hat sich der durchschnittliche Rohertrag je MVNO-Teilnehmer (AGPPU) um erfreuliche 7,2% auf 7,85 € erhöht.

Das Wachstum kostet aber unterm Strich Geld. Der Gewinn sackte so um mehr als 1/3 auf 9,7 Mio € ab.

Um die Kunden anzulocken, investierte Drillisch mehr in Rabatte

Das Unternehmen befindet sich seit der Fusion zwischen den Netzbetreibern O2 und E-Plus auf einem kräftigen Wachstumskurs.

Das kommt daher, weil Drillisch in den kommenden Jahren zunächst bis zu 20% des Netzes von Telefónica Deutschland mit eigenen Kunden nutzen will.

Der Umsatz kletterte um knapp 9% auf 167,8 Mio €. Dabei entwickelten sich die Umsätze mit Mobilfunk-Dienstleistungen deutlich besser mit einem Plus von knapp 1/3 auf 136,9 Mio €.

Der Verkauf von Smartphones und Tablets ging dagegen zurück.

Der Vorstand rechnet für 2016 aufgrund der guten Entwicklung des Kerngeschäfts mit einem EBITDA zwischen 115 und 120 Mio. €.

Unternehmens-Portrait

Drillisch kontrolliert als Holding Unternehmen, die im Bereich Mobilfunk tätig sind.

Das operative Geschäft wird von den Tochter-Gesellschaften Drillisch Telecom, simply Communication und MS Mobile Services betrieben.

Das IT-Know-how ist in der IQ-optimize Software AG gebündelt. Das Geschäft ist in die Bereiche Telekommunikation und Software-Dienstleistungen unterteilt. (HV: Mai 2017)

United Internet hat auch im 1. Halbjahr stark in neue Kunden-Beziehungen investiert

Dadurch stieg die Zahl der kostenpflichtigen Verträge um 490.000 auf 16,46 Mio.

Getragen wurde das Kunden-Wachstum vom Segment Access, das 380.000 mobile Internet-Verträge dazugewinnen konnte. Die Kundenzahl stieg damit auf 3,86 Mio.

Auch die wichtigen DSL-Komplett-Verträge (ULL = Unbundled Local Loop) konnten um 100.000 Kunden-Verträge auf insgesamt 4,18 Mio. zulegen.

Im Zuge der dynamischen Kunden-Entwicklung wuchs der Umsatz im Segment Access um 7,2% auf 1,34 Mrd. €.

m Segment Applications liegt der Fokus hauptsächlich auf dem Absatz zusätzlicher Features an Bestands-Kunden (weitere Domains, E-Shops oder Business-Apps) sowie der Gewinnung von hochwertigen Kunden-Beziehungen.

Der Kundenstamm wächst

Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge für Business-Applikationen konnte um 40.000 Verträge auf 6,03 Mio. verbessert werden.

Bei Consumer Applikationen liegt der Schwerpunkt – angesichts der anhaltend starken Nachfrage nach Online-Werbung – unverändert auf der Monetarisierung werbefinanzierter Accounts.

Deshalb hat United Internet die Werbeflächen für eigene Pay-Produkte limitiert.

Trotzdem blieb die Zahl der Pay-Accounts stabil bei 2,18 Mio. Durch die höhere Kundenzahl stieg der Konzern-Umsatz um 7% auf die neue Rekordmarke von 1,95 Mrd €.

Trotz hoher Investitionen legte das operative Ergebnis um 28,2% auf 303,4 Mio. € zu. Unterm Strich stieg der Gewinn um 22%. Aufgrund des guten Geschäfts-Verlaufs rechnen wir für 2016 mit einen Umsatz von rund 4 Mrd. €.

Unternehmens-Portrait

United Internet (UI) ist ein national und international führender Internet Service Provider.

Das Unternehmen untergliedert sich in die 2 Geschäftsfelder Produkte und Online-Marketing mit insgesamt 9 Marken:

  • Das Segment Produkte wird von den Gesellschaften 1&1, Web.de, GMX, InterNetX und Fasthosts repräsentiert.
  • Der Bereich Online-Marketing wird durch die Marken AdLink, Sedo und affilinet repräsentiert.

26. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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