Die Vermögensvernichtung greift um sich

An den internationalen Börsen gehen die Indexstände zurück. Dabei werden Billionen Dollar an Börsenwert vernichtet. Doch das ist erst der Anfang. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Der Blick auf die aktuelle Entwicklung an den globalen Aktenmärkten fördert so manche spannende Tatsache ans Licht.

Hier werden derzeit riesige Vermögenswerte vernichtet – anders kann man es wirklich nicht sagen, bei dem Ausmaß an Verlusten, die wir derzeit erleben.

Stärkster Einbruch seit Lehman Brothers

In nur 4 Monaten ist die Marktkapitalisierung an den globalen Aktienmärkten um 13 Billionen Dollar eingebrochen.

Dabei ist der Börsenwert aller weltweit notierten Unternehmen erstmals seit Februar 2014 auf unter 60 Billionen Dollar gesunken.

In 4 Monaten ist so der globale Börsenwert um 18% eingebrochen. Das ist die größte Vernichtung von Börsenkapital seit dem Kollaps der Lehman Brothers Bank im Herbst 2008.

Die vorhergehenden massiven Korrekturen wie im Jahr 2011 waren auch spürbar, fielen aber deutlich geringer aus.

Das liegt sicherlich auch an dem massiven Anstieg der Börsenkurse weltweit. Die Übertreibungen haben sich rund um den Globus abgespielt.

Ab wann sollten Anleger wieder bei Energiefonds einsteigen?Mit dem Verfall des Ölpreises wurden Energiefonds mehr oder weniger uninteressant. Wie geht die Entwicklung voraussichtlich weiter? › mehr lesen

Hier sind die Kurse vieler Aktien immer weiter gestiegen. Im Frühjahr markierten so nicht nur viele Indizes rund um den Globus neue Allzeithochs sondern auch viele Einzelaktien.

Dabei haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen schon seit längerer Zeit deutlich eingetrübt.

Realität rückt an der Börse wieder in den Fokus – das drückt die Kurse

Diese Realität setzt sich jetzt auch wieder an der Börse durch. Lange Zeit wurden die Kurse von optimistischen Prognosen und vielen Hoffnungen immer weiter angetrieben. Diese Hoffnungen haben sich jedoch nicht erfüllt.

In den vergangenen Monaten haben viele internationale Institutionen wie die Weltbank und der Internationale Währungs-Fonds (IWF) ihre Prognosen zur globalen Konjunktur immer weiter nach unten korrigiert.

Insofern kommt für mich die aktuelle Schwäche an den Börsen nicht überraschend. Mir war schon seit Monaten klar, dass sich die Übertreibung bei den Aktienkursen auflösen muss.

Das Schlimmste kommt erst noch

Genau das erleben wir derzeit. Hier ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Die Korrekturen der vergangenen Wochen sind vielmehr erst der Auftakt für eine sehr viel größere Börsenkrise, die uns erst noch bevorsteht.

Wenn die globale Konjunktur schwächelt, können die Börsen eben nicht ewig steigen. Genau das erleben wir jetzt. Daher kommt der persönlichen Absicherung eine extrem große Bedeutung zu.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.