Die Welt versinkt in einem Meer aus Schulden

Im Jahr 2007 war die extrem hohe Verschuldung der privaten Haushalte in den USA mit ein Grund für die Finanzkrise, […]

Im Jahr 2007 war die extrem hohe Verschuldung der privaten Haushalte in den USA mit ein Grund für die Finanzkrise, die die Welt in den Jahren 2008 und 2009 in Atem hielt.

Erinnern Sie sich noch? Damals brach selbst im wachstumsverwöhnten Deutschland im Jahr 2009 das BIP um sage und schreibe 5% ein.

Das hat es im Nachkriegs-Deutschland so noch nicht gegeben.

Wie hat sich die Verschuldung entwickelt?

Jetzt im Jahr 2017 wagte der IWF im Rahmen der Herbsttagung in New York wieder einmal einen Blick auf die aktuellen Schulden-Fakten.

Vorab und kurz gesagt: Der IWF konnte keine Entwarnung geben – im Gegenteil: Die Lage ist bei Weitem bedrohlicher und gefährlicher als vor 10 Jahren.

Wagen wir an der Stelle einen kleinen Fakten-Check:

Fakt ist, dass die globale Verschuldung in den letzten 10 Jahren weiter senkrecht nach oben schnellte.

In den wirtschaftlich wichtigsten Ländern, die in der sogenannten G-20-Gruppe vertreten sind, beläuft sich die gesamte Brutto-Verschuldung aktuell gemäss Daten des IWF auf 135.000 Mrd. Dollar.

Ja, sie lesen richtig: Es sind 135 Bio. Dollar – Wahnsinn pur!

55 Bio. Dollar neue Schulden

Am Vorabend der Finanzkrise, also vor 10 Jahren, lag der Brutto-Schuldenstand bei „nur“ 80.000 Mrd. Dollar.

Allein in den USA und in Europa sind jeweils 12.000 Mrd. Dollar neue Schulden gemacht worden.

Den „Schuldenvogel“ schießt aber das immer mächtiger werdende Reich der Mitte ab:

Die Chinesen nahmen in den letzten 10 Jahren einen Riesen-Schluck aus der Schuldenpulle: Ganze 24.000 Mrd. Dollar neue Schulden in 10 Jahren sprechen für sich…

In den meisten Staaten ging es sowohl mit der Verschuldung der Länder wie auch der Haushalte und der Unternehmen nach oben.

Extrem auffällig ist ferner, dass die Verschuldung, wie schon in der Vergangenheit, deutlich stärker zunahm als das nominale Bruttoinlandprodukt (BIP).

Die Brutto-Verschuldung der G-20-Länder beläuft sich aktuell auf 235% der jährlichen Wirtschaftsleistung dieser Länder.

Fazit und Ausblick

Ja, liebe Leser, machen wir uns nichts vor: Das Schulden-Problem ist bei Weitem größer und gefährlicher als vor 10 Jahren.

Und damit ist auch das Potential nach unten, die Fallhöhe größer geworden.

Allzu viele Jahre werden sicherlich nicht mehr ins Land gehen, bis diese ultimative Mega-Schuldenblase platzen wird. Bleiben Sie bis auf Weiteres angeschnallt!

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.