Die wichtigsten Faktoren bei Rohstoffaktien

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Bei der Einschätzung von Rohstoffprojekten sind viele Faktoren wichtig. Hier erfahren Sie die wichtigsten Faktoren für die Beurteilung. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Rohstoffaktien sind eine äußerst spannende Anlageklasse.

Leider haben diese Aktien in Deutschland ein schlechtes Image – auch wegen einiger Skandale in der Vergangenheit.

Doch daraus hat man in den wichtigen Rohstoffländern Kanada und Australien auf jeden Fall gelernt.

Heute gelten international anerkannte Standards in diesen Ländern. Damit ist sichergestellt, dass es auch wirklich ein Vorkommen im Boden gibt und sich daraus bestimmte Ressourcenmengen ableiten lassen.

In Kanada heißt dieser Standard NI-43-101 und gibt an, wie bei einem Vorkommen die Bohrlöcher gesetzt werden müssen, um daraus eine Ressource abzuleiten. Australien hat dafür den JORC-Standard. Doch selbst solche internationalen Standards helfen nur bedingt weiter.

Zu viele Faktoren spielen bei der Beurteilung einzelner Rohstoffprojekte eine Rolle. Dazu zählt zunächst einmal die Lage des Projekts bezogen auf das Land oder auch auf die Lage in einem bekannten Minenbezirk oder in einem komplett neuen Gebiet. Dann geht es immer auch um das Management: Können die Verantwortlichen Erfahrung in dem Land oder der Region aufweisen?

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Die Analyse der einzelnen Projekte zahlt sich aus

Allein daran sehen Sie schon: Bei Rohstoffprojekten kann sich der genaue Blick auf der Projektebene wirklich lohnen. So bin ich schon des Öfteren bei der Eingabe eines Projektnamens auf eine sehr spannende Historie gestoßen.

Häufiger wurden Projekte schon in der Vergangenheit entwickelt, aber es gelang dort nicht, dass Projekt in die Gewinnzone zu bringen. Wenn nun neue Firmen dieses Projekt wieder weiterentwickeln, kann das ein Erfolg sein.

Sehr oft war es eben in der Vergangenheit so, dass zum Beispiel bei Goldprojekten mit hohen Produktionskosten kein Gewinn möglich war. Aber bei dem aktuellen Goldpreisniveau von rund 1.700 Dollar ist es überall auf der Welt lukrativ Gold zu produzieren. Selbst die aufwändigen Minen in Südafrika, bei denen es schon in Tiefen von mehr als 3.000m geht, schaffen es derzeit hohe Gewinne zu erzielen.

Doch trotz der enormen Anstrengungen beispielsweise beim Gold, ist die Minenproduktion weltweit gesehen nahezu stabil mit etwas zunehmender Tendenz. Das liegt auch an den sinkenden Produktionsmengen in einigen bekannten Förderländern wie Südafrika.

Bedenken Sie: Dort lag das Produktionsvolumen im vergangenen Jahr auf dem gleichen Niveau wie 1970. Daran ist schon ersichtlich: Südafrika wird in der globalen Förderstatistik auch in den nächsten Jahren immer weiter abrutschen – zumindest beim Gold.

Dafür tauchen immer mehr neue Länder als Goldproduzenten auf. Dazu zählen auch einige weitere afrikanische Länder wie Burkina Faso oder Tansania. Sie sehen: Rohstoffe sind ein globales Phänomen und ein immer wieder spannendes Thema, dass ich Ihnen an dieser Stelle täglich vorstelle.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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