Die wirklichen Krisenherde liegen außerhalb Deutschlands

Ich habe mir schon verwundert die Augen gerieben; Martin Schulz ist mit 100% der Stimmen zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählt worden.

Solche Zustimmungswerte sind selbst zu Zeiten der DDR der damaligen Führungsriege nicht gelungen.

Das Schulz-Phänomen

Martin Schulz, der ehemalige Präsident des Europaparlaments, wird jetzt als der Heilsbringer für die SPD angesehen.

In einigen Umfragen rangiert jetzt die SPD schon fast auf dem Niveau der CDU. Beim jüngsten Forsa-Wahltrend kommt so die CDU auf 33% und die SPD auch schon auf 32%.

Das sieht auf den 1. Blick nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus – doch das ist es nicht.

Bis zur Wahl sind es noch etliche Monate – immerhin steht die Bundestagswahl erst im September auf dem Programm.

Zudem sollten Sie sich von den innenpolitischen Spielchen nicht allzu sehr vereinnahmen lassen.

China kann nächste globale Krise auslösen

Ich erwarte eher eine Verschärfung vieler Krisen außerhalb Deutschlands.

So stehen etwa die Vorzeichen in China auf Sturm. Dort steht der Immobilienmarkt massiv unter Druck.

In vielen Metropolen sind die Immobilienpreise auf Jahressicht um 30% gestiegen.

Im Laufe von 2 Jahren sind sogar in etlichen chinesischen Metropolen die Preise um50% und mehr angestiegen.

Gleichzeitig wachsen die Firmen-Schulden immer weiter:

Zum Stichtag Ende 2016 machten die Schulden der chinesischen Unternehmen schon 166% der Wirtschaftsleistung aus. Diese Zahl allein hilft Ihnen nur wenig weiter.

Aber stellen Sie sich vor: Seit 2008 ist diese Schuldenquote um 70% angestiegen. Das ist eine rasant ansteigende Verschuldung der chinesischen Konzerne.

Nun wird der chinesische Staat erst einmal viele Firmen am Leben erhalten – auch wenn sie eigentlich in einer wirklich freien Wirtschaft nicht mehr überlebensfähig wären.

Aber die Folgen einer solchen Politik sind massiv:

Diese künstlich am Leben erhaltenen Unternehmen ziehen eben finanzielle Ressourcen von den gesunden Firmen ab, und dies wird die gesamte Wirtschaft in China unter Druck setzen.

Behalten Sie die hiesige Politik im Auge

An diesem kleinen Beispiel aus China erkennen Sie aber sehr deutlich: Sicherlich ist es ratsam, auf die politische Entwicklung in Deutschland zu schauen.

Aber wenn die Lage in China eskaliert und dort die Wirtschafts-Leistung massiv einbricht, werden wir auch in der Euro-Zone – und damit nicht zuletzt auch in Deutschland – massive Stabilitäts-Probleme bekommen.

Das gilt erst einmal für die Finanzmärkte, ess gilt aber im Endeffekt auch für die gesellschaftliche Stabilität.

20. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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