Die Zukunft der Druckindustrie

UPM hat konsequent an der Umsetzung seiner langfristigen Strategie gearbeitet, Kostenführer innerhalb der europäischen Papierindustrie und weltweiter Marktführer bei Magazinpapieren zu werden.

Konsolidierung und Restrukturierung sind die besten Maßnahmen, um eine wesentliche Verbesserung der Kosteneffizienz und eine Wertschöpfung im Bereich Papier zu ermöglichen.

Jetzt ist UPM in der hervorragenden Ausgangsposition, um die Profitabilität des Papiergeschäfts auf ein neues Niveau zu heben.

Seit Beginn des Jahres haben UPM und Myllykoski gemeinsam einen Integrationsplan erarbeitet. Während dieser Phase hat sich der Wert dieser Transaktion bestätigt. Die Planungsarbeit zur Identifizierung von Kostensynergien dauert noch an.

Da die Transaktion jetzt abgeschlossen ist, hat UPM Zugang zu detaillierten Informationen über die Geschäftstätigkeiten und -einheiten von Myllykoski. Dadurch können verschiedene Optionen geprüft werden. UPM glaubt an die Zukunft der Druckindustrie und will ein äußerst wettbewerbsfähiger Papierhersteller sein.

Durch die Übernahme können die Bedürfnisse der Kunden mit einem erweiterten Produktportfolio und einer starken Präsenz vor Ort, einschließlich Nordamerika, noch besser erfüllt werden.

Der Bereich Papier zählt zu UPMs Kerngeschäften und das Unternehmen strebt dort nach unangefochtener Kostenführerschaft in Europa. Darüber hinaus will der Konzern in China und anderen Emerging Markets wachsen.

Stora Enso wird besseres Rating in Aussicht gestellt

Trotz der Übernahme des chinesischen Verpackungsunternehmens Inpac International für 93 Mio € halten die Ratingagenturen Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s ihre Noten mit Ba2 beziehungsweise BB stabil.

Moody’s und Standard & Poor’s rechnen sogar damit, dass sich die Bonität des Konzerns in den kommenden Jahren noch verbessern wird.

Zwei Gründe sprechen dafür:

Stora Enso ist vertikal gut integriert, vom eigenen Forst bis zur Verpackungsproduktion. So fallen teure Handelsspannen zwischen den einzelnen Produktionsstufen weg und steigende Rohstoffpreise schlagen nicht voll auf künftige Erträge durch.

Zudem werden in den kommenden 2 Jahren Kredite von lediglich 357 Mio € fällig.

Die Aktie von Stora Enso ist ein klassisches Beispiel für ein Investment, das zurzeit wirklich niemand haben will – und deswegen extrem günstig bewertet ist. Das sollte eigentlich Value-Investoren auf den Plan rufen.

Zumal der Konzern in der nachhaltigen Wald- und Papierbranche arbeitet.

Zum Beispiel wird das Unternehmen in Zukunft höhere Einnahmen durch den Verkauf von CO²- Zertifikaten erzielen, da Stora Enso aufgrund ihrer Wälder eine positive CO²-Bilanz ausweist.

Verhaltener Ausblick der Kartonindustrie

Vor dem Hintergrund hoher Lagerbestände und konjunktureller Ungewissheit erwartet die Kartonindustrie, dass die europäischen Abnehmerbranchen in den kommenden Monaten deutlich verhaltener disponieren werden und die Wettbewerbsintensität auf den Märkten signifikant zunimmt.

Gleichzeitig fehlen aktuell eindeutige Anzeichen, dass die Rohstoffpreise jüngst erreichte Höchststände umgehend wieder verlassen.

MM setzt deshalb auf höchstmögliche Preisstabilität und Kosteneffizienz mit dem Ziel, dem steigenden Druck auf die Margen bestmöglich entgegenzuwirken. Die Expansionsstrategie wird fortgesetzt, aber risikobewusst an die wachsenden globalen Unsicherheiten angepasst.

24. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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