Die 2 Gewinner-Aktien des Cloud-Geschäfts

Die Vision von Citrix Systems, Unternehmen überall mit jedem Gerät und in jeder Cloud einen sicheren und schnellen Zugriff auf Daten und Applikationen bereitzustellen, trifft den Nerv der Zeit.

Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass Citrix eine Technologie zur Verfügung stellt, die ohne Installation der Software auf dem Endgerät auskommt.

So sind die Anwendungen sicher vor Angriffen auf den Endgeräten und zudem einfach zu handhaben.

Die Produkt-Palette bescherte dem Konzern erneut gute Resultate

Im 3. Quartal 2016 überzeugte Citrix mit einem operativen Gewinn-Wachstum von 27%.

Der Nettogewinn wurde von 56 auf 132 Mio. $ mehr als verdoppelt, was auch auf höhere Einmal-Aufwendungen in der Vorjahres-Periode zurückzuführen war.

Klammert man die Umsätze des zum Verkauf stehenden Go-To-Geschäfts aus, dürfte der fortzuführende Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr schätzungsweise rund 2,7 Mrd. $ betragen haben.

Citrix will Umsatz und Gewinnmarge im laufenden Jahr weiter steigern

Operativ peilt das Unternehmen eine Marge von 22 – 23% nach Sonderaufwendungen an. Im 3. Quartal 2016 betrug die operative Gewinnmarge 18%.

Der Cashflow dürfte weiterhin deutlich darüber liegen. Wir gehen davon aus, dass Citrix aus jedem umgesetzten Dollar mehr als 30 Cent an Barmitteln zufließen werden.

Citrix ist mit den richtigen Produkten am Markt und verfolgt eine klare Vision. Gemessen am Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) ist die Aktie nicht zu teuer.

Unternehmens-Porträt

Citrix Systems ist ein weltweit führender Software-Anbieter für servergestützte Computer-Anwendungen.

Die Lösungen des Konzerns ermöglichen den Aufbau von IT-Umgebungen, in denen die komplette Anwendungs- und Datenlast von den Arbeitsplatz-Rechnern auf die Server verlagert wird.

Hauptprodukt ist die Software Citrix MetaFrame. Die Produkte arbeiten in Umgebungen von Windows, UNIX und Macintosh.

Adobe Sytems hat im 4. Quartal einmal mehr die Markt-Erwartungen übertreffen können

Der Software- und Cloud-Spezialist verbuchte einen Umsatz-Sprung um 23,1% auf 1,61 Mrd. $.

Im Bereich Digital Media kletterten die Umsätze um 23% auf 1,08 Mrd. $, wobei der Creative-Umsatz um 33% auf 886 Mio. $ zulegte.

Die Adobe Marketing Cloud verzeichnete einen Rekord-Umsatz von 465 Mio. $ – ein Zuwachs von 32% gegenüber dem Vorjahr.

Dabei konnte Adobe eine Reihe von neuen Kunden begrüßen, darunter UPS und die Lufthansa.

Unterm Strich schnellte der Gewinn um 79% auf 399,6 Mio. $ nach oben – wie beim Umsatz ebenso ein neuer Rekord.

Übernahme erhöht durch strategische Übernahme seine Programmatic-Kompetenz

Adobe will seine Programmatic-Kompetenz weiter ausbauen und übernimmt für 540 Mio. $ den Adtech-Anbieter Tube Mogul.

Das Unternehmen ist auf Video-Werbung in den Bereichen Desktop, Mobile, Streaming-Geräte und TV spezialisiert.

Außerdem bietet Tube Mogul eine Demand-Side-Plattform an, auf der Kunden ihre Ads automatisiert einkaufen, planen und aussteuern können.

Die technische Infrastruktur von Tube Mogul wird in die Adobe Marketing Cloud integriert.

In Kombination mit seiner Daten-Management-Plattform (Adobe Audience Manager) und Adobe Analytics will der Konzern die 1. unabhängige Werbe- und Daten-Management-Plattform schaffen, die eine Auslieferung und Messung von Video Ads über alle vernetzten Endgeräte und TVs ermöglicht.

Adobe und Tube Mogul haben im Übrigen eine lange Liste gemeinsamer Kunden, die von der Akquisition profitieren sollen.

Unternehmens-Porträt

Das im Jahr 1982 gegründete Softwarehaus Adobe Systems ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär.

Auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist das Unternehmen mit Photoshop und zahlreichen anderen Software-Werkzeugen sehr gut vertreten.

Insgesamt ist Adobe heute in den 3 Kerngeschäftsbereichen tätig:

  1. Digital Media,
  2. Digital Marketing
  3. Print and Publishing.

23. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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