Diebold Nixdorf-Aktie: Automaten-Hersteller streicht Jahresziele zusammen

Übernahme-Kosten und eine schwache Geschäfts-Dynamik belasten die Aktie des Automaten-Herstellers Diebold Nixdorf zurzeit sehr: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Es hätte alles so schön werden können:

Vor wenigen Monaten legte der Wettbewerber Diebold ein Übernahme-Angebot für Wincor Nixdorf auf den Tisch. Der Deal passte wie die Faust aufs Auge.

Während Diebold in den USA stark ist, generierte das US-Unternehmen nur 14% seines Umsatzes in Europa (Asien: 16%).

Wincor Nixdorfs Heimatmarkt dagegen ist Europa (2/3 der Umsätze), die US-Aktivitäten des Konzerns sind hingegen eher übersichtlich (12%, Asien: 20%).

Zudem verlagern derzeit beide Firmen ihr Geschäftsmodell von Hardware auf Software/Dienstleistungen. Das könnte für kräftige Synergien sorgen.

Zudem dürfte es erhebliches Sparpotenzial durch ein zusammengelegtes Dienstleistungs-Netz geben. Dienstleistungen sind von entscheidender Bedeutung für Hardware.

Ist die installierte Hardware-Basis jedoch zu klein (wie z.B. bei Wincor Nixdorf in den USA und bei Diebold in Europa), kann ein teures Dienstleistungsnetz schnell dafür sorgen, dass die ausländischen Tochter-Gesellschaften Verluste schreiben.

Diebold Nixdorf im Porträt

Diebold Nixdorf ist Hersteller von Hard- und Software (inkl. Service-Lösungen) für Banken und den  Handel.

Im Fokus steht die Automatisierung von Dienstleistungen und Bargeld-Handling.

Kernprodukte sind Geldautomaten und andere Selbstbedienungs-Terminals sowie Kassensysteme. Nischen-Produkte sind Leergutrücknahme-Automaten und Lotterie-Terminals.

Weltweit die Nr. 2

Marktführer ist Diebold Nixdorf in Deutschland (Banking & Handel) sowie im Bereich Handel in Europa. Weltweit ist das Unternehmen die Nr. 2 in beiden Segmenten.

Hauptwettbewerber sind NCR und IBM. Der Marktanteil (ohne Diebold) liegt im Banking in Deutschland bei 63%, in Europa bei 36% und weltweit bei 16%.

Im Handel kommt Wincor in Deutschland auf 44% (Europa 31%, weltweit 14%) Marktanteil. Die starke Marktstellung konnte das Unternehmen dank stetiger Innovationen erlangen.

Der Markt für Hard- und Software-Lösungen ist geprägt durch jährliche Preisreduktionen von 6-8%, die durch Innovationen und Prozess-Optimierungen ausgeglichen werden müssen.

Schwaches Geschäft in Amerika und Asien trübt die Bilanz

Der Geldautomaten-Hersteller Diebold Nixdorf hat nach Einbußen im ersten Halbjahr seine Jahresziele gekappt.

Neben kräftigen Umsatz-Rückgängen in Amerika und der Region Asien/Pazifik/Afrika haben Restrukturierungs-Aufwendungen und unerwartet hohe Kosten für den Zusammenschluss mit dem US-Großaktionär Diebold Nixdorf zu Buche geschlagen:

  • Im 1. Halbjahr sanken die Erlöse um 6% auf 1,3 Mrd. €.
  • Das operative Ergebnis (Ebita) brach um mehr als 1/4 auf 103 Mio. € ein.
  • Der Nettogewinn ging sogar um 41% auf 63 Mio. € zurück.

Garantie-Dividende puffert Kursrisiko ab

Trotz der schwachen Ergebnisse hielt sich die Aktie ziemlich stabil. Das liegt v. a. der jährlich wiederkehrenden Garantie-Dividende von 2,82 €, die den Anlegern zufließt.

Das entspricht einer aktuellen Dividendenrendite von 4%. Dieser Betrag wird jedes Jahr auf Grund des abgeschlossenen Gewinnabführungs-Vertrags in voller Höhe fällig.

Fazit

Das Kurs-Potenzial der Aktie ist vor dem Hintergrund der Restrukturierung und des unerwartet schwachen Geschäftsverlauf vorerst begrenzt.

Allerdings ist die Aktie auf Grund der stabilen und garantierten Dividenden-Zahlungen vor allem für ausschüttungsorientierte Anleger interessant.

Dies dürfte auf der anderen Seite den Kurs nach unten absichern.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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