Diese Aktie bekommt Gegenwind

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PNE ist ein gutes Unternehmen – mit einigen Schwächen. Tauchen Sie mit uns in die Details der Bilanz ein. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Was halten Sie von regenerativer Energie? Inzwischen ist darum eine Glaubensfrage entbrannt. Viele halten Windkraft und Solarenergie für nicht effizient genug. Andere halten sie für das Nonplusultra. Meine Meinung dazu ist simpel: So lange sich ein Energieträger am Markt halten kann, hat er auch seine Daseinsberechtigung. Bei regenerativer Energie ist das der Fall.

Inzwischen sinken sogar die Kosten. Berücksichtigt man zudem moderne Speichersysteme, wird Strom aus Sonne, Wasser oder anderen regenerativen Quellen noch attraktiver. Aus diesem Grund haben wir auch die Aktie von PNE auf der Watchlist. Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über unsere Einschätzung.

Durchwachsene Zahlen

Die PNE AG plant, konzipiert und errichtet Windkraftanlagen zur Stromerzeugung. Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen, außer im Kerngeschäft Windkraft, auch in den Bereichen Sonne und Biomasse aktiv und erzeugt Strom und Wärme mittels Biomassekraftwerke, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. PNE sieht die Zukunft in Offshoreanlagen auf hoher See, in Wasserkraft und Geothermie.  PNE hat 2018 operativ erfolgreich abgeschlossen. Mit 235,7 Megawatt (MW) verkaufter Leistung wurde das Vorjahresniveau erreicht.

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Besondere Verkaufserfolge hätten zu einer Übererfüllung des operativen Ergebnisses (EBIT) von 18,5 Mio € geführt, wenn dieses nicht durch andere Aspekte belastet worden wäre. Eine Neueinschätzung bei Projekten auf See führte jedoch zu Wertberichtigungen von rund 10,8 Mio €. Damit wurde das Ziel für das EBIT von 10 bis 16 Mio € nicht erreicht. Das Ergebnis pro Aktie belief sich damit auf -0,01 €. Die Eigenkapitalquote lag per 31. Dezember 2018 bei 47,8%. Weiterhin hoch ist die Liquidität von 129 Mio €.

Wie wir die Aktie sehen

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht hat PNE profitabel gearbeitet, obwohl auch in den Bau eigener Windenergieanlagen investiert wurde. Zum Ergebnis haben alle Bereiche beigetragen. Aus den verkauften Windparkprojekten auf See erhielt PNE weitere Meilensteinzahlungen. Der Aufbau des Windparkportfolios 2020 ging planmäßig voran. Der Windpark Gerdau Repowering wurde Anfang 2019 in Betrieb genommen.

Damit befinden sich mittlerweile 71,3 MW – und damit mehr als ein Drittel der Zielgröße – im Betrieb oder im Bau. Besonders erfreulich ist, dass das internationale Geschäft, unter anderem in Frankreich, Schweden, Polen und Italien, weiter gewachsen ist. Es hat einen großen Teil zum Ergebnis beigetragen. Die Internationalisierung zahlt sich aus. Zwei Drittel der mehr als 4.800 MW umfassenden Projektpipeline sind Auslandsprojekte. So richtig rund läuft es PNE noch nicht. Bleiben Sie der Aktie besser noch fern. Wir haben den Wert weiter für Sie im Blick!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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