Diese Aktie geht runter wie Öl

Öl Fracking USA RED – shutterstock_175228745

Öl ist der Schmierstoff der Weltwirtschaft. Diese Aktie profitiert direkt von steigenden Preisen – und kann darüber hinaus noch viel mehr. (Foto: Christopher Halloran / shutterstock.com)

Der Ölpreis ist wieder auf Kurs. Über 70$ erreichte die Nordseesorte Brent vor einiger Zeit erneut. Dies birgt für uns Investoren große Chancen – oder haben Sie etwas noch nicht davon geträumt, mit Öl den großen Reibach machen zu können? Doch ich muss Sie leider enttäuschen. Öl selbst ist uns zu schwankungsintensiv. Wir setzen stattdessen lieber auf indirekte Investments in Öl, wie die Aktie von Repsol.

Diese bietet ganz nebenbei eine satte Dividende von 6%. Doch nun zum Unternehmen selbst. Repsol gehört zu den 10 größten Erdölunternehmen der Welt. Der Konzern betreibt Exploration, Produktion, Raffinierung, Transport, Verarbeitung und Verkauf von Öl und Gas, Herstellung von petrochemischen Produkten sowie Stromerzeugung. Repsol ist in mehr als 30 Ländern aktiv. Die argentinische Tochter YPF wurde verstaatlicht.

Nur die Sparte Downstream macht Probleme

2018 konnte Repsol den Umsatz um 19,7% auf 49,9 Mrd € steigern. Der Gewinn wuchs um 10,4% auf 2,3 Mrd €. Damit erzielte der Konzern das beste Ergebnis seit 8 Jahren. Der operative Gewinn bereinigt um Wiederbeschaffungskosten und Lagerhaltungseffekte stieg um 16% auf 7,6 Mrd €. Repsols großer Wachstumstreiber ist das Upstream-Geschäft. Diese Sparte konnte ihren Gewinn im vergangenen Jahr auf 1,3 Mrd € mehr als verdoppeln.

Dieser Gewinnsprung resultiert nicht nur aus dem höheren Ölpreis, sondern ist auch auf die wachsende Gesamtfördermenge des Konzerns zurückzuführen. Mit 715 Tsd Barrel pro Tag konnte der Konzern 3% mehr fördern. Dies wurde durch eine Erhöhung der Fördermenge in Libyen und eine Übernahme in Norwegen, aber auch durch zahlreiche neue Projekte ermöglicht. 2018 startete der Konzern neue Förderanlagen in Algerien, Trinidad und Tobago, Peru, Malaysia und im Vereinigten Königreich.

Stärker als die Ölförderung (+2,4%) wuchs die Gasförderung (+3,3%). Die Sparte Downstream verdiente mit 1,6 Mrd € 15,7% weniger. Die Raffineriemargen werden durch den steigenden Ölpreis und höhere Steuern belastet. Das Raffinerievolumen ging um 1,5% zurück. Der Verkauf von petrochemischen Produkten brach um 8,6% ein.

Warum Repsol auf Ihre Watchlist muss!

2019 meldete Repsol die Entdeckung bedeutender Ressourcen in Indonesien. Es handelt sich dabei um das größte Gasfeld, welches in den letzten 18 Jahren in dem Land entdeckt wurde. Repsol hält 45% an dem Feld und kann damit seine Reserveersatzrate von gerade einmal 94% weiter aufstocken. Wir mögen Repsol wegen der attraktiven Neuentdeckungen und auch der satten Dividende. Auch Sie sollten sich die Aktie näher ansehen. Statt direkt in Öl zu investieren kann es durchaus Sinn machen, die Aktie zu kaufen. Nehmen Sie Repsol unbedingt auf die Watchlist!

Öl Fracking USA RED – shutterstock_175228745

Saudi-Arabien hat ein riesiges ProblemDer aufgrund des massiven Nachfrageeinbruchs niedrige Ölpreis macht nun auch den reichsten Ländern der Erde zu schaffen! › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz