Diese Aktie hat Zukunft

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Bechtle hilft der lahmen IT in Amtsstuben auf die Sprünge. Wie Sie als Anleger davon profitieren können, erklären wir Ihnen! (Foto: Nicoeinino / shutterstock.com)

Wann haben Sie sich eigentlich zuletzt über ein Amt aufgeregt? Ich habe ja oft Nachsicht, wenn um mich herum die große Beamten-Schelte einsetzt. Eines ist aber klar: Bei der Digitalisierung hinken deutsche Amtsstuben gewaltig hinterher. Einige kleinen Fortschritte sind eben noch kein Durchbruch. Auch bei der Corona-Pandemie sehen wir aktuell, dass mehr Digitalisierung unseren Behörden gut zu Gesicht stünde.

Ein Unternehmen, das Ämtern und Behörden bei IT-Projekten auf die Sprünge hilft, ist Bechtle. Bechtle gehört zu den drei größten IT-Systemhäusern in Deutschland. Die Gruppe ist in die Geschäftsfelder System- Integration und E-Commerce untergliedert. Die Sparte E-Commerce (Bechtle direct) ist auf den Direktvertrieb von IT-Handelsprodukten an gewerbliche Kunden spezialisiert. Die Implementierung und Integration der verkauften Software- und Hardware- Systeme beim Kunden ist im Bereich System-Integration zusammengefasst.

Gute Zahlen für Bechtle

Bechtle ist trotz Corona-Krise im 2. Quartal weiter gewachsen. Der Umsatz ist um 3,9% auf 1,3 Mrd € gestiegen. Organisch wuchs Bechtle um 2,4%. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 4,3% auf 59,5 Mio €. Regional betrachtet war das Wachstum in der DACH-Region besonders stark. Die Sparte ITSystemhaus erhöhte den Umsatz um 9,7% auf 893,9 Mio €. Die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz konnten sogar um 33,1% zulegen, getragen von einer starken Nachfrage der öffentlichen Auftraggeber.

Im Inland betrug das Wachstum 6,1%. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 4,2 auf 4,5%. Die Sparte IT-E-Commerce war aufgrund seiner internationalen Ausrichtung sehr viel stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Außerhalb der DACH-Region waren die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie deutlich restriktiver, viele Länder befanden sich über einen langen Zeitraum im kompletten Lockdown. So ging der Segmentumsatz um 6,6% auf 416,6 Mio € zurück. Im Inland lag der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Der Cashflow hat sich im 1. Halbjahr positiv entwickelt und stieg auf 39,3 Mio €. Die Gesamtliquidität ist mit 236,8 Mio € weiterhin auf einem komfortablen Niveau.

Wie Sie die Aktie sehen sollten!

Die Nachfrage nach IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen ist auch und gerade in Zeiten von Corona gut. Die im März veröffentlichte Prognose für 2020, den Umsatz und das Ergebnis um mindestens 6% zu steigern, wurde bestätigt. Vorausgesetzt eine zweite Welle bleibt aus – inwiefern die aktuellen Ereignisse schon die Zahlen beeinträchtigen, bleibt offen. In einem können Sie sich aber sicher sein: Bechtle hat Zukunft.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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