IAG: Diese Aktie ist ein Überflieger

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Fluglinien sind oft defizitär und leiden unter schwankenden Ölpreisen. Es gibt aber auch Ausnahmen wie den hier vorgestellten Top-Wert IAG: (Foto: Cinberg)

Wann sind Sie das letzte Mal geflogen? Heutzutage sind Flugreisen nichts Besonderes mehr.

Fliegen ist heute so normal wie Autofahren

Ob zum Wochenende nach Barcelona oder Göteborg, oder um die Familie in den USA zu besuchen – die Menschen fliegen heute deutlich mehr als noch vor 20 Jahren.

Verantwortlich dafür sind neben einer globalisierten Welt auch die günstigeren Preise und der Wettbewerb.

Heutzutage finden sich Schnäppchen, die es selbst für Familien leicht machen eine Fernreise zu buchen. Wer flexibel ist, kann schon für kleines Geld in die USA oder auch nach Asien fliegen.

Doch wie wirkt sich diese Situation auf das Geschäft der Airlines aus? – Während Air Berlin gescheitert ist, gibt es durchaus auch Lichtblicke.

Wir haben einen Stern am Airline-Himmel schon vor Monaten entdeckt und stellen Ihnen die beste Airline-Aktie der Welt vor.

IAG: Rentabilität ist hier kein Problem

International Consolidated Airlines Group (IAG) entstand im Januar 2011 durch den Zusammenschluss von British Airways und der spanischen Iberia.

Beide Gesellschaften bleiben mit eigenem Namen als Marken der IAG erhalten. Sie sind weiterhin Mitglieder der Allianz oneworld.

Zur IAG gehören auch die irische Aer Lingus sowie der Billigflieger Vueling.

Nachdem IAG bereits im reiseschwachen 1. Quartal einen Rekordgewinn einfliegen konnte, verspürte der Konzern auch im 2. Quartal Aufwind.

Das Marktumfeld hat sich verbessert, die Ticketpreise und Buchungen ziehen an. Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 0,9%, wobei negative Währungs-Effekte belasteten.

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Die Erlöse aus dem Passagier-Geschäft verzeichneten ein Plus von 3,9%. Der operative Gewinn vor Sondereffekten verbesserte sich um 37,3%.

Alle 4 Airlines trugen mit einer verbesserten Ertragskraft zu dem positiven Ergebnis bei. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 567 Mio. € (+2,3%) hängen.

Viele Gründe sprechen für die Aktie von IAG

Bemerkenswert: Bei den Stückkosten (Ex-Kerosin) wurden weitere Fortschritte gemacht.

Die Stückkosten sind im Konkurrenzkampf ein wichtiger Faktor. Die meisten anderen europäischen Airlines hatten mit steigenden Stückkosten zu kämpfen.

Die Kapazität wurde um 3% ausgebaut, und die Auslastungs-Quote erhöhte sich leicht auf 80,9%.

Der Erfolgskurs spiegelt sich in der Bilanz wider: Die Netto-Verschuldung wurde um mehr als 1 Mrd. € reduziert.

CEO Willie Walsh geht von einem anhaltenden Trend aus: Ticketpreise und der Umsatz je Passagier sollen im 2. Halbjahr weiter anziehen.

Davon angetrieben, rechnet er für das Gesamtjahr mit einem 2-stelligen prozentualen Zuwachs beim operativen Ergebnis.

Um dem Konkurrenzkampf auf der Kurzstrecke auszuweichen, startete IAG im März die Billig-Langstrecken-Fluglinie LEVEL.

Die Nachfrage nach Flügen von Barcelona nach Buenos Aires, Los Angeles, Oakland und Punta Cana lag über den Erwartungen.

Es läuft für IAG. Die Aktie gehört zu unseren Top-Empfehlungen – auch angesichts der Dividendenrendite von rund 3,7% absolut kaufenswert!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.