Diese Aktie kann der Pandemie trotzen

cts-eventim_shu

Konzerte? Fehlanzeige! Trotzdem kann die Aktie von CTS Eventim langfristig aussichtsreich sein. Warum? Lesen Sie unsere Analyse. (Foto: bbernard/Shutterstock)

Wann waren Sie das letzte Mal bei einem Konzert? Die Veranstaltungsbranche ist durch die Pandemie fast völlig zum Erliegen gekommen. Viele Ton- oder Lichttechniker nagen am Hungertuch. Veranstaltungslokale kämpfen gegen die Pleite. Auch Anbieter von Tickets leiden unter der Gesamtsituation. Der Vorteil dabei: Schlanke Strukturen und ein digitales Geschäft. Wie sich die Aktie von CTS Eventim in der Krise schlägt, haben wir für Sie analysiert.

Doch vorerst ein paar Eckdaten zum Unternehmen selbst. Das Geschäft von CTS EVENTIM ist unterteilt in die Segmente Ticketing und Live-Entertainment. Das Segment Ticketing betreibt Computersysteme für den elektronisch gestützten Netzvertrieb von Eintrittskarten für Veranstaltungen jeder Art. Das Segment Live-Entertainment beinhaltet die Planung, Organisation und Abwicklung von Konzertveranstaltungen, Konzerttourneen und Open-Air Festivals. Der Konzern ist in 20 Ländern aktiv.

CTS ist solide aufgestellt

CTS ist stark in das Geschäftsjahr gestartet. Mit dem Erwerb der Mehrheitsanteile an der Gadget- und der wepromote Entertainment AG, die Mehrheitsübernahme an der Barracuda- Gruppe sowie dem Joint Venture mit dem US-Promoter Michael Cohl wurde die Sparte Live Entertainment international ausgebaut. Doch seit März sieht sich der Konzern mit erheblichen Belastungen aufgrund der Corona- Pandemie konfrontiert. Die damit verbundenen Verbote für Veranstaltungen haben zum weitgehenden Stillstand im Segment Live Entertainment geführt.

Der Umsatz verringerte sich demzufolge im 1. Quartal um 34,7%. Im Segment Live Entertainment verringerte sich der Umsatz um 40,4%. Auch im Segment Ticketing wurden die Vorjahreszahlen aufgrund von COVID-19 nicht erreicht. Der Umsatz schrumpfte um 24,4%. Das operative Ergebnis (EBITDA) brach um 76,3% auf 13,5 Mio € ein, und die EBITDA-Marge verringerte sich von 20,2 auf 7,3%. Unterm Strich stand eine schwarze Null. Das Management hat sich jedoch aktiv auf die neue Situation eingestellt und sofort mit Kosten- und Effizienzmaßnahmen konsequent darauf reagiert. CTS profitiert zudem von der guten Liquiditätsausstattung, um diese herausfordernde Situation auch über einen längeren Zeitraum zu bewältigen.

Eine Aktie für den Hinterkopf

Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen ist es dem Vorstand nicht möglich, eine belastbare Prognose für 2020 abzugeben. So wie das Unternehmen jetzt aufgestellt wurde, sollte es gestärkt aus dieser schwierigen Phase hervorgehen. CTS zeigt, wie sehr es sich lohnen kann, auch bei vermeintlich schwachen Branchen ganz genau hinzusehen. Die Dividendenrendite liegt zwar nur bei 1,6%, doch die Zukunftsaussichten sind nicht schlecht. Kurz- und mittelfristig könnte es aber dennoch volatil werden.

Deutsche Telekom Logo RED_shutterstock_754081201_Ulf Wittrock

So sehen wir den rosa RiesenDie Telekom ist eine langweilige Aktie – glauben Viele! Doch es gibt Lichtblicke. Lesen Sie unsere Analyse. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz