Alcoa: Diese Aktie kennt jeder

Wenn es um Aluminium oder Stahl geht, gibt es weltweit einige große Multis. Eines der bei Anlegern bekanntesten Unternehmen ist ohne Frage Alcoa.

Darum ist Alcoa in aller Munde

Warum? Wenn die Quartals-Saison losgeht, macht der Stahl-Hersteller den Anfang. Die Zahlen von Alcoa gelten zudem auch als Indiz für die Lage der US-Wirtschaft.

Denn als klassischer Zykliker haben die Zahlen von Alcoa auch eine Signal-Funktion:

Fallen sie gut aus, könnten auch die weiteren Berichte aus Firmenzentralen Frohe Kunde bieten, denken Anleger.

Doch eignet sich der Konzern selbst auch als Anlage-Objekt? Wir haben Alcoa für Sie haarklein unter die Lupe genommen. Lesen Sie hier unsere Analyse!

Gute Entwicklung beim Umsatz

Alcoa ist international führend im Bauxit-Abbau, betreibt weltweit Tonerde-Raffinerien, Aluminium-Schmelzen und Walzwerke und ist im Energie-Sektor tätig.

Das ursprüngliche, gleichnamige Unternehmen spaltete sich 2016 in die beiden Firmen Arconic und Alcoa auf.

Alcoa führt das Kerngeschäft der Aluminium-Förderung weiter.

Der Umsatz im 2. Quartal stieg zwar deutlich, doch seine Gewinn-Erwartungen für 2017 hat Alcoa zurückgeschraubt.

Das kam bei den Aktionären nicht besonders gut an und so schickten diese die Aktie zunächst auf Talfahrt.

Der Aluminium-Produzent erwartet mithin nur noch ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertberichtigungen von 2,1 – 2,2 Mrd. $.

Zuvor war der Konzern von 2,1 – 2,3 Mrd. $ ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich im 2. Quartal um 23% auf 2,86 Mrd. $.

Alcoa profitierte von höheren Aluminium-Preisen: Unter dem Strich stand ein Gewinn von 75 Mio. $ nach einem Minus von 55 Mio. $ 1 Jahr zuvor.

Rationalisierung soll vorangetrieben werden

Der CEO will weiter rationalisieren und die Kosten senken. Deshalb schließt Alcoa sein Büro in New York und zieht im September in seine Zentrale und den Hauptsitz in Pittsburgh.

Darüber hinaus sind innerhalb der nächsten 18 Monate weitere 7 Standorte in den USA, in Europa und Asien betroffen:

Büros werden geschlossen, und die Mitarbeiter werden zu verbleibenden Büro-Standorten und Betriebsstätten verlagert.

Alcoa erwartet dadurch Einsparungen von 5 Mio. $. „Wir nutzen jede Gelegenheit, um Alcoa zu rationalisieren und um die Komplexität zu reduzieren“, so der CEO.

Übernahme-Fantasie um Alcoa?

Es gibt einmal wieder Mutmaßungen, dass Rio Tinto an einer Übernahme des Aluminium-Konzerns interessiert sei.

Denn nach der Aufspaltung gibt es das klassische Verhüttungs-Geschäft jetzt einzeln – und damit günstiger als den Alcoa-Konzern in seiner früheren Form.

Fazit und Ausblick

Alcoa hat den richtigen Weg eingeschlagen; die Nachfrage nach Aluminium ist robust.

Wir erwarten jedoch nur eine unterdurchschnittliche Kurs-Entwicklung; zwar ist die Nachfrage nach Aluminium robust, doch stimmen die Zahlen einfach nicht.

Da es auch keine Dividende gibt, raten wir dazu, die Finger von der der Aktie zu lassen.


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12. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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