Diese Aktie profitiert vom Bau-Boom

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Immobilien sind eine tolle Sache. Aktien aber auch. Wir zeigen Ihnen das Beste aus beiden Welten. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Was halten Sie eigentlich vom deutschen Immobilien-Boom? Sind die Preise inzwischen übertrieben oder gerechtfertigt? Da sich bei dieser Frage selbst die renommiertesten Experten streiten, halten wir uns besser raus. Fakt ist, dass von hohen Immobilienpreisen die Baubranche profitiert. Und da kommen wir als erfahrene Aktien-Analysten ins Spiel. Es gilt, diejenigen Unternehmen zu finden, die aus den aktuellen Rahmenbedingungen das Beste machen.

Auf den folgenden Zeilen stellen wir Ihnen einen attraktiven Kandidaten vor! Hochtief gehört zu den vier größten internationalen Baukonzernen und ist in Deutschland die Nummer 1. Das Leistungsspektrum umfasst die Planung, Finanzierung sowie das Bauen und Betreiben von Projekten jeder Größenordnung. Mit seinen Töchtern Flatiron, Turner, UGL und Cimic/Leighton ist Hochtief in den USA und Australien vertreten.

Wer blickt im Übernahme-Chaos noch durch?

Hochtief hat überzeugende Jahreszahlen präsentiert. Der Umsatz stieg um 13,7% und der Gewinn um 31,3%. Der operative Kerngewinn lag mit 452,3 Mio € oberhalb des Zielkorridors. Die Auftragslage hat sich ebenfalls verbessert. Der Auftragseingang stieg um 22,7% auf 30,4 Mrd € und der Auftragsbestand um 3,6% auf 44,6 Mrd €. In allen wichtigen Sparten und Regionen hat der Konzern besser abgeschnitten.

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Dank der starken Cashflow-Entwicklung ist auch die Bilanz stärker geworden. Das Nettofinanzvermögen übertraf mit 1,27 Mrd € den Vorjahreswert um 79%. Für das laufende Jahr hat das Management einen operativen Kerngewinn von 470 bis 520 Mio € in Aussicht gestellt. Im Bieterwettstreit um den hochprofitablen spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis haben die Beteiligten eine Einigung erzielt. ACS/ Hochtief und die italienische Atlantia werden Abertis gemeinsam übernehmen.

Geplant ist die Überführung der Abertis-Aktivitäten in eine Holding. An dieser wird Atlantia zu 50% beteiligt sein. Auf ACS werden 30% und auf Hochtief 20% entfallen. Zudem wird Hochtief eine Kapitalerhöhung durchführen und 6,43 Mio neue Aktien ausgeben, die ACS erwerben wird. Ein Teil davon wird an Atlantia verkauft, die dann 24% an Hochtief halten wird. Gleichzeitig schrumpft der ACS-Anteil auf 50%. Die Transaktion ist sehr komplex und kann aus Platzgründen nicht vollständig dargestellt werden.

Entscheidend ist, was am Ende rauskommt!

Entscheidend ist, dass Hochtief jetzt ein Anstieg der Verschuldung erspart bleibt. Zudem verspricht der Deal hohe Synergien und wird das Wachstum im Bereich Verkehrsinfrastruktur- Projekte beschleunigen. Bei Hochtief geht was. Die Auftragsbücher sind voll und wir Dividendenanleger freuen sich zudem über die höhere Ausschüttung von insgesamt 2,3%. Die Aktie ist eine Überlegung wert!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.