edding: Diese Aktie rockt den Schreibtisch

Wenn Markennamen zu allgemeingültigen Bezeichnungen für Produkte werden, hat man es als Marke geschafft.

edding ist so ein Beispiel – oder wüssten Sie etwa nicht, dass damit ein i. d. R. schwarzer Permanent-Marker gemeint ist?!

edding: Mehr als nur Permanent-Marker

Doch das Unternehmen bietet mehr als wasserfeste Stifte. Der Anbieter von Bürobedarf ist sogar Trendsetter. Ob sich das auf die Aussichten für die Aktie auswirkt?

Die edding-Gruppe ist der führende deutsche Hersteller von Schreibgeräten und Organisationsmitteln. Das Sortiment umfasst:

  • Filz- und Faserschreiber,
  • Kugelschreiber,
  • dazugehörige Minen,
  • Planungs- und Organisationsmittel,
  • Abreibeschriften und -symbole.

Durch innovative Produkte gehört edding immer wieder zu den Trendsettern in der Schreibwaren-Branche.

Ebit pfui, Gewinn hui

Die edding-Gruppe, einer der führenden Anbieter für Schreibgeräte und Marker sowie für Produkte der visuellen Kommunikation, steigerte im Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen Eckdaten den Umsatz um 3,3% auf 143 Mio. €.

Der Anstieg resultierte aus beiden Geschäftsfeldern.

Das Produktfeld interaktive Technik, das sowohl elektronische Whiteboards als auch sogenannte E-Screens (LED-Bildschirme mit Touch-Technologie) beinhaltet, erwies sich erneut als wachstumsstark.

Aber auch im traditionellen Geschäft konnte sich edding dank seiner Premium-Positionierung auch in einem herausfordernden Marktumfeld gut behaupten.

Für die Segment-Ergebnisse rechnet edding mit einem leichten Anstieg bei „Visuelle Kommunikation“ und einem rückläufigen Ergebnis bei „Schreiben und Markieren“.

Der Grund hierfür liegt in einem Anstieg der Marketing-Kosten im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Das operative Ergebnis (EBIT) wird demnach mit 11,8 Mio. € knapp unter dem Vorjahr liegen.

Der Gewinn dürfte deutlich höher ausfallen. Der Grund ist ein Einmal-Effekt aus der Auflösung einer Pensions-Rückstellung. Damit liegen alle Umsatz- und Ergebnis-Größen innerhalb der Prognose.

edding: Top-Wert mit einem Manko

Aufgrund dieser guten Ergebnisse wird der Vorstand vorschlagen, die Dividende je Vorzugsaktie von 1,95 auf 2,15 € zu erhöhen. Der Geschäftsbericht wird am 28. April veröffentlicht.

Für 2017 rechnet edding mit moderat steigenden Umsätzen zwischen 147 und 155 Mio. €. Das EBIT wird im Bereich 10,5 – 13,1 Mio. € angepeilt.

Auf Sicht von 6 – 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kurs-Entwicklung. Insbesonder die innovativen Produkte und der starke Markenname überzeugen uns.

Obwohl das Ebit zuletzt schwächer ausfiel, sehen wir das Unternehmen doch gut positioniert.

Lediglich der Schwerpunkt auf dem deutschen Markt könnte ein kleiner Nachteil sein; hier werden mehr als 40% der Umsätze gemacht, weitere knapp 50% entfallen auf Rest-Europa.

Könnte edding weltweit auftreten, stünde dem Konzern sicher ein Wachstumsschub bevor; so bleibt er ein interessanter in einer gut besetzten Nische.

3. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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