Diese Aktie steht für Betongold

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Immobilien-Aktien waren lange die Lieblinge der Anleger. Doch Corona hat die Stimmung vermiest. Wir erklären, wie es um PATRIZIA Immobilien steht. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Wie geht es weiter am Immobilienmarkt? Viele potenzielle Käufer halten aktuell die Füße still. Verkäufer warten auch ab. Gerade bei Einfamilienhäusern in guten Lagen erscheint das Geschäft aktuell es wenig Pause zu machen. Vertreter der Branche beteuern aber dennoch, dass die Preise stabil bleiben. Doch stimmt das auch? An der Börse haben einige Immobilien-Aktien Federn lassen müssen. Wir haben für Sie die Aktie von PATRIZIA Immobilien ganz genau unter die Lupe genommen – das Ergebnis? Lesen Sie auf den nächsten Zeilen! Doch vorab ein paar Details rund um das Unternehmen aus Augsburg.

Niedriger Leerstand bei Gewerbeimmobilien

Die PATRIZIA AG bietet seit mehr als 30 Jahren das komplette Leistungsspektrum als Investor und Dienstleister rund um Wohn- und Gewerbeimmobilien an. Das Unternehmen betreut ein Immobilienvermögen von über 39 Mrd Euro als Co- Investor und Portfoliomanager für Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Staatsfonds und Sparkassen.  PATRIZIA übertraf 2019 die eigene Prognose. Der Umsatz stieg um 13,7% auf 399 Mio €. Der Cashflow war mit 56,6 Mio € wieder deutlich im Plus im Gegensatz zum negativen Cashflow im Vorjahr. Auch das EBIT war mit einem Wachstum von 3,6% zufriedenstellend. Insbesondere im Bereich Gewerbeimmobilien war die Leerstandquote besonders gering.

Fokus auf organisches Wachstum

Auch das 1. Quartal überzeugte; der Umsatz stieg um 15% an. Die Umsatzsteigerung gelang durch eine Steigerung der Immobilientransaktionen und der damit erzielten leistungsabhängigen Servicegebühren. Der Gewinn reduzierte sich zwar, jedoch war das teils auf eine hohe Steuerquote zurückzuführen. Die hohe Steuerlast sollte sich über das laufende Jahr normalisieren. Im März startete PATRIZIA ein Aktienrückkaufprogramm, um von den niedrigen Aktienkursen zu profitieren.

Dieses wurde Mitte Juni aufgrund der Stabilisierung der Kapitalmärkte beendet. Der Konzern prognostizierte, dass die Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments 2020 signifikant sinken werden. Ziel ist es, sich auf das organische Wachstum zu fokussieren und es zu stabilisieren. Dadurch konzentriert sich das Management auf qualitative und wiederkehrende Erträge.

So sehen wir die Aktie

Trotzdem war das 1. Halbjahr von vielen Verkäufen geprägt. Ein Einzelhandelsportfolio mit 7 Immobilien wurde an Captiva verkauft. Außerdem wurden die beiden Bürogebäude Ericus-Control in Hamburg und Goethe 85 in Berlin verkauft. Um die Technologieführerschaft zu behalten, wurde in die PropTech- Plattform Taronga Ventures investiert. Dieser Schritt überzeugt uns, dass das Unternehmen sein Wachstum auch in Zukunft beibehalten kann. Kurzfristig verunsichern aber die Schwankungen bei Gewinn und Cashflow. Die Aktie ist aktuell kein Muss.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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