Diese Aktie steht für die Formel1

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Reifen haben schon so manches große Rennen entschieden. Was Bridgestone für Ihr Depot bedeuten kann. (Foto: Jasni / shutterstock.com)

Wissen Sie noch, wie Formel1-Legende Michael Schumacher seine Runden auf den Rennstrecken dieser Welt gedreht hat? Immer wenn es regnete, standen die Chancen gut, dass Schumacher die Konkurrenz hinter sich lassen konnte. Neben Schumis außergewöhnlichem Talent waren auch die Reifen für die Stärke im Regen verantwortlich. Schumachers Team Ferrari drehte seine Runden auf Reifen von Bridgestone.

Ob auch Anleger mit den Pneus aus Fernost in der Pole Position sind, erfahren Sie in unserer Analyse. Doch zunächst zum Unternehmen an sich. Bridgestone gehört mit einem Marktanteil von gut 20% zu den weltweit größten Reifenherstellern. Der Bereich Reifen erwirtschaftet rund 85% des Umsatzes. Der restliche Umsatz wird in den Sparten Baumaterialien, industrielle Gummiprodukte und Sportartikel erwirtschaftet. Bekannt wurde die Marke auch durch das Engagement in der Formel1.

Bridgestone arbeitet an mobilen Zukunftskonzepten

Bridgestone konnte 2018 den Umsatz weiter steigern, wenn auch nur minimal. Das operative Ergebnis (EBIT) gab jedoch um 3,9% nach. Unterm Strich stieg der Gewinn um 1% auf 292 Mrd Yen. In der Region ERMEA, wozu auch Europa und damit Deutschland gehört, stieg der Umsatz um 6,5% und entwickelte sich damit deutlich besser als der Konzernumsatz. Das EBIT gab um 19,1% spürbar nach.

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Maßgeblich für diese Entwicklung waren Wechselkurse, ein schwacher Markt in China und Unsicherheiten in Bezug auf den weltweiten Freihandel (Strafzölle). Bridgestone hat reichlich Cash angehäuft und kauft ab sofort eigene Aktien im Wert von 200 Mrd Yen. Das betrifft ein Paket von immerhin 7,6% der ausgegebenen Aktien. Damit soll der Wert des Unternehmens gesteigert und die Kapitaleffizienz verbessert werden.

Bridgestone hat den Erwerb von TomTom Telematics für 910 Mio € abgeschlossen. Die Transaktion bringt den Weltmarktführer der Reifenbranche mit dem führenden Anbieter digitaler Flottenlösungen in Europa zusammen. Die Übernahme soll ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von Bridgestone als Reifenhersteller hin zum Anbieter von digitalen Mobilitätslösungen sein.

Wie Sie mit der Aktie umgehen sollten

Bridgestone hat für das 1. Quartal durchwachsene Zahlen präsentiert. Umsatz und Gewinn gingen um 1,3 bzw. 3,9% zurück. Das EBIT wurde durch höhere Rohstoffkosten belastet und sank um 22,8%. 2019 rechnet Bridgestone mit einem Umsatz von 3,69 Bio Yen. Das EBIT soll 410 Mrd Yen erreichen und der Gewinn 302 Mrd Yen. Trotz einer stabilen Dividendenrendite in Höhe von 3,9% ist die Aktie kein Muss. Andere Titel bringen mehr PS auf die Straße! Finger weg!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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