Diese Aktie trägt einen großen Namen

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NEC ist in Japan der Renner und weltweit bekannt. Was wir von Unternehmen und Aktie halten? Lesen Sie unsere Analyse! (Foto: Alexander Tosltykh / shutterstock.com)

Unternehmen aus Japan galten viele Jahre als Innovationsführer. Die Konzerne stellten gefühlt alles her: Bildschirme, Kameras, aber auch Roboter und schwere Maschinen. Einer dieser Konzerne ist NEC. Heute fokussiert man sich auf Computer-Hardware. Wie das Geschäft läuft und ob die Aktie von NEC aussichtsreich ist, erfahren Sie in unserer Analyse. Doch zunächst ein paar Details zum Unternehmen.

Der japanische NEC Konzern ist ein führender internationaler Zulieferer von Elektronikprodukten und darüber hinaus für Regierungsstellen und Kommunikationsunternehmen im Bereich der Systemintegration tätig. In der Sparte Computerchips ist der Konzern weltweit die Nr. 2 (hinter Intel). Weitere Produkte stammen aus der Konsumelektronik. UMTS-Handys, die hauptsächlich in Japan vertrieben werden, gehören zu den marktfähigsten Produkten.

NEC: Starker Fokus auf Japan

NEC leidet unter der schwachen Weltkonjunktur. Der Umsatz stieg zwar um 2,4% auf 2,9 Bio Yen, der auf die Aktionäre entfallende Gewinn ging jedoch um 13% auf 40 Mrd Yen zurück. Immerhin ist der Gewinn im 2. Halbjahr leicht gestiegen, was Hoffnung für die kommenden Monate gibt. Mit einer Umsatzrendite von lediglich 1,4% ist NEC im Branchendurchschnitt jedoch immer noch zu unprofitabel.

Bis 2020 soll die Kostenstruktur angepasst werden, um höhere Gewinne zu erzielen. Durch Reorganisationen innerhalb der Produktionsstätten, geringeren Gebäudekosten und der Frühverrentung von 3.000 Mitarbeitern will NEC die Kosten senken. Erstmal führten die Maßnahmen im laufenden Jahr jedoch zu Mehrkosten und belasteten den Gewinn.

Zudem wurden die Verträge zahlreicher Führungskräfte zu Einjahresverträgen umgewandelt, um mehr Anreize für überdurchschnittliche Leistungen zu geben. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Durch eine zunehmende Internationalisierung soll die Abhängigkeit vom japanischen Markt reduziert und der Gewinn gesteigert werden.

Innovation als Ausweg?

Mit NEC X gründete das Unternehmen in den USA einen Inkubator, um die technischen Lösungen schneller auf die globalen Märkte zu bringen. Das Europageschäft wurde mit den Übernahmen der britischen NPS und der dänischen KMD gestärkt. Positive Effekte wurden allerdings noch nicht sichtbar und sind frühestens im laufenden Geschäftsjahr zu erwarten. Angesichts der geringen Profitabilität und der relativ hohen Bewertung sind wir bei der Aktie auch weiterhin vorsichtig.  Zwar glauben wir an den Erfolg der Sparmaßnahmen, doch kann das dauern. Die schwächelnden Unternehmenszahlen dominieren. Ein einzelnes gutes Quartalsergebnis reicht nicht aus, um uns umzustimmen. Bleiben Sie dieser Aktie besser noch fern!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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