Diese Aktie zündet den Dividenden-Turbo

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Die Aktie von Ford ist wie die zugehörigen Autos. Etwas langweilig, aber durchaus solide. Die Dividende aber zündet den Turbo. (Foto: Joaquin Corbalan / Adobe Stock)

Was ist für Sie eine Marke, die für solide Mittelklasse steht? Viele von Ihnen werden sofort an Ford denken. Die Autos erfüllen ihren Zweck, sind zeitgemäß, mal ein wenig komfortabel und mal ein bisschen sportlich. Die Marke punktet allerdings in erster Linie mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch aus diesem Grund gibt es viele Stammkunden. Auch sind Fahrzeuge von Ford als Geschäftsautos beliebt – zumindest bei allen, die sicher und zügig von A nach B kommen wollen und nicht zeigen müssen, was sie haben. Doch wie steht es um die Aktie? Wir haben den Wert näher analysiert und erklären, ob der Titel mehr zu bieten hat als mehr als 7% Dividendenrendite.

So läuft das Geschäft bei Ford

Ford ist einer der ältesten Autobauer der Welt. Der amerikanische Automobilhersteller produziert neben Pkws auch Landmaschinen, Lkws und Geländewagen und bietet ergänzende Produkte und Dienstleistungen rund um das Auto an. Die Markenpalette umfasst Ford, Lincoln, Mercury und Mazda. Die Luxusmarken Jaguar und Land Rover sowie Volvo wurden verkauft.  Ford hat nicht nur die ersten 9 Monate mit schwarzen Zahlen abgeschlossen, sondern mit knapp 2,4 Mrd $ auch das 3. Quartal. Verantwortlich war die starke Nachfrage nach den margenstarken SUVs und Pick-up-Trucks in Nordamerika.

Aber auch die Finanz-Sparte hat einen hohen Ergebnisbeitrag geliefert. Der Umsatz stieg um 1,4% auf 37,5 Mrd $. Wachstumstreiber waren aber nur Nordamerika und China. Der Absatz schrumpfte dagegen um 5,3% auf 1,18 Mio Fahrzeuge. Absatzzuwächse gab es wiederum nur in Nordamerika und China. In Europa ist Ford wegen eines technischen Problems erneut in die roten Zahlen gerutscht.

Weil es beim Ford Kuga vereinzelt zu Batteriebränden gekommen ist, mussten die Auslieferungen gestoppt und mehr als 30.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen werden. Die Ursache wurde zwar zwischenzeitlich gefunden, der Austausch der Batterien wird sich aber bis März 2021 hinziehen. Die Rückrufaktion kostet den Konzern mehr als 600 Mio $. Hinzu kommt, dass Ford wegen des Rückrufs und Auslieferungsstopps die CO2- Vorgabe der EU nicht erfüllen kann. Es drohen Strafen in dreistelliger Millionenhöhe.

Was wir von der Aktie halten

Um der Strafe zu entgehen, wird Ford von Volvo Emissionsrechte kaufen, die sich die Schweden aber teuer bezahlen lassen werden. Trotz des Batterieproblems übertraf Ford mit seinen Zahlen die Markterwartungen. Für das Gesamtjahr hat das Management ebenfalls schwarze Zahlen in Aussicht gestellt. Auch mittelfristig dürfte es weiter aufwärts gehen, zumal Konzernumbau und Arbeitsplatzabbau schon weit fortgeschritten sind und die Kosten damit sinken werden. Die Aktie ist solide – mehr aber auch nicht. Hier müssen Sie nicht unbedingt zugreifen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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