Diese Aktien kauft Warren Buffett jetzt

Was machen denn in der aktuellen Marktphase die großen und bekannten Investoren?

Eine mögliche Antwort bietet der Blick auf die SEC Filings von Berkshire Hathaway.

Das sind die Meldungen von Warren Buffett an die US-Börsenaufsicht und daraus geht hervor welche Aktienpositionen n den vergangenen im abgelaufenen Quartal getätigt wurden.

Grundsätzlich ist das Jahr für die Aktie von Berkshire Hathaway gut gelaufen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 13% zu Buche.

Damit hat es Warren Buffett mit seiner Investmentholding einmal mehr geschafft den breiten Aktienmarkt hinter sich zu lassen. So hat er Dow Jones Index nur um rund 6% zugelegt. Der marktbreite S&P 500 bringt es auf einen Zuwachs von gut 10%.

Ein Teil des Erfolgs sind sicherlich auch die Aktienpositionen bei Berkshire Hathaway. Und da hat sich in  den vergangenen Monaten einiges getan. Besonders interessant ist der Ausbau der Ölbranche. So hat Berkshire Hathaway Aktien von Phillips 66 gekauft.

Das ist ein Spin-Off des US-Ölkonzern Conoco Phillips. Zudem hat Buffett eine Position bei National Oilwell Varco gekauft. Dabei handelt es sich um einen Hersteller von Öl- und Gasbohrausrüstungen.

Bei dieser Positionierung ist schon klar, wie Buffett die weitere Entwicklung des Ölpreises einschätzt. Er rechnet wohl mit einem weiteren Anstieg. Aber es ist auch typisch für Buffett auf Ausrüster zu setzen und weniger auf Produzenten.

Buffett baut erfolgreiche IBM-Position weiter aus

Die schon bestehende IBM-Position hat Buffett im abgelaufenen Quartal weiter aufgestockt. Beim Blick auf die anderen Aktienpositionen ist schon ersichtlich, dass IBM die größte Position im Technologiebereich ist.

Die Position ist zuletzt um 3,5% angewachsen und befindet sich schon seit dem dritten Quartal 2011 im Depot von Berkshire Hathaway. Bei IBM hat Buffett ein wenig seinen sonst klaren Standpunkt bei Technologieaktien verlassen. An sich handelt er nur nach dem Grundsatz: „Kaufe eine Aktie nur, wenn es ein einfaches Geschäftsmodell gibt.“

Nun ist IBM zwar ein Technologiewert, aber durch die Fokussierung auf das Servicegeschäft ist auch das Geschäftsmodell deutlich einfacher nachvollziehbar. Die Zeiten der schwer planbaren Umsätze im PC-Geschäft sind ja vorbei.

IBM ist nun schon die drittgrößte Position bei Berkshire Hathaway – auch das ist ein klares Signal für die Einstieg Zuversicht, die Buffett der Aktien gegenüber aufbringt. Ein Zuwachs von 26% seit seinem Einstieg gibt ihm Recht.

Bei Wells Fargo, der bislang schon zweitgrößten Position hat Buffett den Anteil noch einmal um 4% ausgebaut. Dafür hat er ebenfalls gute Gründe. Immerhin ist es Wells Fargo gelungen, die Gewinne in schweren Zeiten deutlich zu seigern. Eins Kursplus von rund 20% in diesem Jahr verdeutlicht auch hier die gute Entwicklung.

An den Ergebnissen wird eins deutlich: Auch in der aktuellen Marktphase liegt die Investoren-Legende Warren Buffett bei vielen Positionen richtig. Insofern kann es sich auch für Sie lohnen zu schauen, was die großen Namen der Branche machen.

6. September 2012

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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