Diese Autoaktie macht das Fahren autonom

Fahren Sie auch gerne Auto? – Wahrscheinlich ja, aber wie lange fahren wir noch selbst?

Des Deutschen liebstes Kind, das Auto, ist immer wieder ein großes Thema. Es verkörpert Mobilität und Freiheit wie kaum eine andere technische Errungenschaft.

Und die Entwicklung schreitet rasant voran. Neben den Themen Umwelt, Sicherheit und Komfort wird auch der Megatrend „Autonomes Fahren“ von immer größerer Bedeutung sein.

Ganz vorne mit dabei: Continental. Der Konzern erwartet teilautonomes Fahren bis Ende des Jahres, vollautomatisches Fahren etwa ab dem Jahr 2025, und zeigte bereits die ganzheitliche Vernetzung.

Die machen doch Reifen

Stimmt! Bei Conti denken viele immer noch an den Hersteller von Autoreifen und Gummiteilen.

Aber von der einseitigen Ausrichtung hat sich der weltgrößte Automobil-Zulieferer weit entfernt. Die Reifensparte trug 2014 mit 9,8 Mrd. € nur noch 30% zum Umsatz bei.

Es folgen die Bereiche für elektronische Brems- und Fahrerassistenz-Systeme mit 7,5 Mrd. € Umsatz, Innenausstattungen mit 6,4 Mrd. € und die Sparte ContiTech (Kautschuk-Produkte und Zahnriemen) mit einem Umsatz-Beitrag von 3,8 Mrd. €.

Vernetzung von Automobil und Internet

Vor dem „Autonomen Fahren“ steht die Vernetzung von Automobil und Internet. Von diesem Trend will Conti profitieren.

Deshalb konzentriert die Firma einen Großteil ihrer Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben auf Zukunfts-Themen wie das vernetzte Fahrzeug, automatisiertes Fahren sowie umweltschonende und kraftstoffsparende Motoren-Technologien.

Um Fahrzeuge zum Teil des Internets zu machen, muss die gesamte Technologie in und über das Fahrzeug hinaus neu durchdacht werden: von der Mensch-Maschine-Schnittstelle bis hin zum Antrieb. Bei Conti heißt das „Ganzheitliche Konnektivität“.

Mit dem dynamischen eHorizon, innovativen Infotainment-Funktionen und Bedien-Oberflächen hat Continental auf der CES gezeigt, wie seine Innovationen die Zukunft der Mobilität gestalten.

Conti gibt gute Eckdaten bekannt

Conti hat in einem insgesamt anspruchsvollen Umfeld seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt.

Mit einem Umsatz von rund 39,2 Mrd. € und einer bereinigten EBIT-Marge von 11,7% hat das Technologie-Unternehmen seine Jahresziele sicher erreicht.

Dabei hat das Marktwachstum in Europa und den USA geholfen, die Wachstumsdelle in China, die schweren Rezessionen in Russland und Brasilien sowie das vor allem im Rohstoff-Bereich rückläufige Industrie-Geschäft zu kompensieren.

„Wir konnten uns dabei einmal mehr auf die engagierte Arbeit unserer mittlerweile mehr als 208.000 Beschäftigten weltweit verlassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart anlässlich der Bekanntgabe vorläufiger Eckdaten am Rande der „NAIAS“ in Detroit.

Für 2016 rechnet Conti mit einer leichten Steigerung der weltweiten Produktion von PKWs und leichten Nutzfahrzeugen bis 6 t Gesamtgewicht von rund 88 auf 89 Mio. Fahrzeuge weltweit.

Dabei soll der Umsatz um 5% auf rund 41 Mrd. € steigen. Zwar fällt die Dividende mit einer Rendite von 2,1% nicht gerade üppig aus, doch hat dies auch mit den Kursgewinnen zu tun.

22. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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