Diese beiden Beteiligungsgesellschaften überzeugen langfristig

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Berkshire Hathaway und Aurelius bleiben nach wie vor meine Favoriten unter den Beteiligungsgesellschaften. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Berkshire Hathaway hat für die ersten 9 Monate herausragende Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 2,8% auf rund 189 Mrd. $, was vor allem auf das starke Versicherungsgeschäft zurückzuführen ist. Die sonstigen Beteiligungsgeschäfte haben sich verdreifacht und lagen bei 41 Mrd. $. Die Gesamtleistung lag bei rund 230,5 Mrd. $ (Vorjahr: 197,2 Mrd. $). Unterm Strich ist ein Gewinnsprung von 78,6% auf 31.944 $ pro Aktie gelungen.

Die Bargeldreserven sind auf ein Rekordniveau von 128 Mrd. $ angestiegen

Bislang hat Buffett kein geeignetes Investment gefunden, das seinen Preisvorstellungen entspricht. Berkshire hat ein Größenproblem. Es gibt kaum Unternehmen am Markt, die eine so hohe Marktkapitalisierung aufweisen und gleichzeitig in das Bewertungsprofil passen. Oft müssen Unternehmen deshalb komplett übernommen werden. Die Auswahl der möglichen Unternehmen ist erheblich eingeschränkt. Zuletzt wurden nur kleinere Positionen aufgebaut oder zugekauft. So wagte Berkshire erstmalig den Einstieg bei Amazon. Zudem wurden traditionsträchtige Bankwerte wie die Bank of America aufgestockt.

Wer Buffett und seine Philosophie kennt, weiß wie sehr ihn hohe Bargeldbestände belasten

In Zeiten von Handelskrieg und Konjunktursorgen ist freies Investmentkapital aber Gold wert. So könnte sich der hohe Bargeldbestand letztlich vorteilhaft auswirken und Berkshire ganz besondere Schnäppchen machen. Wir sind von dem Unternehmensportfolio und der langfristigen Ausrichtung der Beteiligungsgesellschaft überzeugt.

Unternehmensporträt

Berkshire Hathaway ist eine diversifizierte Holding mit dem Kerngeschäft Versicherungen, und zwar sowohl Erstversicherungen (Sach- und Schadensversicherungen wie GEICO) als auch Rückversicherungen (General Re). Engagements auch im Produktionsbereich (Shaw Industries) und im Energiebereich (MidAmerican Energy). Das Finanzinvestment-Portfolio umfasst Beteiligungen an Coca-Cola, Gillette, American Express u.a.

Aurelius hat für die ersten 9 Monate überzeugende Zahlen vorgelegt

Der Umsatz ging zwar um 2,6% auf rund 2,7 Mrd. € zurück, dafür ist das Konglomerat deutlich profitabler geworden. Aurelius macht im Quartal keine Angaben zum Gewinn je Aktie, wohl aber zu seinen operativen Kennzahlen. Das operative Ergebnis auf EBITDA-Basis lag bei 187,4 Mio. € und hat sich damit mehr als verfünffacht.

Entscheidend für diesen Gewinnsprung war der Verkauf der Konzerntochter Solidus Solutions, der mit fast 100 Mio. € zu Buche schlug. Aurelius erzielte mit dem Verkauf ein Multiple auf das eingesetzte Kapital von 16,7. Ganz ohne Verkauf überzeugten uns die Konzerntöchter HanseYachts, die GHOTEL-Gruppe, Calumet WEX sowie B+P Gerüstbau. Die Umstrukturierung und der gute Einfluss von Aurelius sind klar erkennbar. Die Geschäfte laufen wieder.

Für das Schlussquartal ist das Management positiv gestimmt

Anfang Oktober gelang mit dem Verkauf der Scandinavian Cosmetics-Gruppe ein profitabler Exit. Auch Teile des Mittel- und Osteuropageschäfts der Tochter Office Depot konnten erfolgreich veräußert werden. Beide Transaktionen sollen noch im 4. Quartal vollständig abgeschlossen werden. Gleichzeitig hält Aurelius die Augen für neue Investments offen. Mittelfristig soll das bestehende Unternehmensportfolio organisch wachsen und mit weiteren strategischen Akquisitionen verstärkt werden.

Ich rechne damit, dass die Aktionäre mit einer hervorragenden Sonderdividende verwöhnt werden.

Unternehmensporträt

Aurelius ist auf die Akquisition von Unternehmen mit hohem Entwicklungspotenzial spezialisiert. Die Konzepte sind individuell auf jedes der 25 Tochterunternehmen zugeschnitten und ermöglichen eine nachhaltige Unterstützung. Dabei ist Aurelius in den unterschiedlichsten Branchen vertreten. Zu den Tochterunternehmen gehören HanseYacht, Scholl und Office Depot.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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