Diese beiden Fluggesellschaften stellen alle anderen in den Schatten

Southwest Airlines landete im Ranking des renommierten Fortune Magazins auf Platz 8 der weltweit am meisten bewunderten Unternehmen.

Von Premier Traveler wurde man zum 3. Mal in Folge zum besten Discount-Flieger in Nordamerika gewählt.

Warum, verrät ein Blick auf die Zahlen: Ein neuer Passagier-Rekord führte zu neuen Rekordwerten beim Umsatz, Gewinn und freiem Cashflow.

Letzterer wurde mit Aktienrückkäufen in Höhe von 1,75 Mrd. $ und 222 Mio. $ an Dividenden-Zahlungen im Sinne der Aktionäre genutzt.

Southwest Airlines beteiligt Aktionäre und Angestellte am Erfolg

Aber auch die Angestellten, die einen hohen Stellenwert genießen und rund 4% an Southwest Airlines halten, erhielten eine Gewinn-Beteiligung in Höhe von 586 Mio. $.

Die operative Marge von 19,4% und die Kapitalrendite von 30% sind beeindruckend.

Die verbesserte Service-Qualität zeigt sich in einer erhöhten Pünktlichkeit, einer reduzierten Gepäck-Irrläufer-Quote und eines höheren Net-Promoter-Score-Wertes (ein Indikator für die Kunden-Zufriedenheit).

Auch Warren Buffett ist auf den Geschmack gekommen und hält mittlerweile 7% der Anteile.

2017 plant der Konzern die Kapazität angesichts der rückläufigen Ticketpreise lediglich um 3,5% auszubauen. 12% der Flotte werden durch die sparsamere Boeing 737-8 erneuert.

Gewinnbringend dürfte sich auch die Inbetriebnahme des vereinheitlichten Reservierungs-Systems ab Mai auszahlen.

Demgegenüber steht allerdings ein erwarteter Anstieg der Stückkosten durch höhere Lohnabschlüsse.

Die gute Nachfrage, das solide US-Wirtschafts-Wachstum und die moderaten Kerosin-Preise dürften Southwest Airlines zu einem weiteren Rekordjahr verhelfen.

Unternehmens-Porträt

Southwest Airlines wurde 1971 gegründet, notiert seit 1975 an der Börse und ist heute die weltweit größte Billigflug-Gesellschaft. Die Airline gilt als der Pionier in diesem Segment.

Mit 723 Boeing-Maschinen werden 101 Ziele in den USA und 7 weiteren Ländern angeflogen. Im vergangenen Jahr beförderte Southwest Airlines 144 Mio. Passagiere.

Alaska Air Group übernimmt Virgin America

Alaska Air hat Virgin America im 4. Quartal übernommen und ist dadurch zur fünftgrößten Fluggesellschaft in den USA aufgestiegen.

Durch die Akquisition wurde das Flug-Netzwerk auf 1.187 tägliche Flüge zu 118 Zielen ausgebaut.

Die Flotte vergrößerte sich um 28% auf 286 Flugzeuge. Sie ist mit 8,1 Jahren die jüngste Flotte unter den Top-5-Fluglinien.

Die treibstoffeffizienteren Flugzeuge bedeuten niedrigere Kosten und einen geringeren Wartungs-Aufwand. Die Zahl der jährlich beförderten Passagiere kletterte auf 40 Mio.

Ob Virgin als eigene Marke fortgeführt wird, steht auf dem Prüfstand. Darüber will man erst Anfang des nächsten Jahres entscheiden und das Kunden-Feedback abwarten.

Virgin-Übernahme bietet neue Chancen

Kurzfristig hat der Zukauf die Zahlen belastet. Der Gewinn für 2016 war erstmalig seit 2011 rückläufig. Unter Ausklammerung der akquisitionsbedingten Kosten stieg der Gewinn um 8%.

Die bereinigte operative Marge bewegte sich mit 24% auf dem hohen Vorjahres-Niveau.

Die Stückkosten konnten das 7. Jahr in Folge reduziert werden, und die Zahl der Fluggäste stieg um 4%. Das Vertrauen in die Zukunft wird auch durch die deutliche Dividenden-Anhebung untermauert.

Das Management steht vor der Herausforderung, die unterschiedlichen Kulturen der beiden Airlines zusammenzuführen – eine Aufgabe, an der viele Übernahmen gescheitert sind.

Der große gemeinsame Nenner ist, die hohe Kunden-Orientierung und Service-Qualität sowie das Reiseerlebnis durch Innovationen und Technologie zu vereinfachen.

Die Bewertung ist mit einem KGV von 12 moderat.

Unternehmens-Porträt

Die Alaska Air Group ist die Holding für die Billigflug-Gesellschaften Alaska Airlines, Virgin America und Horizon Air. Es werden rund 118 Ziele in den USA, Kanada, Mexiko, Cuba und Costa Rica angeflogen.

2016 wurden 40 Mio. Passagiere transportiert. Durch die Übernahme von Virgin America ist Alaska Air zur fünftgrößten Fluggesellschaft der USA aufgestiegen.

11. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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