Diese beiden Hardware-Anbieter profitieren vom Boom im Cloud-Computing

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Das Cloud-Geschäft boomt nicht nur bei den Software-Anbietern, sondern befeuert auch das Geschäft dieser beiden Hardware-Hersteller. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

NetApp konnte mit den Zahlen zum 1. Halbjahr 2017 positiv überraschen.

Das Kerngeschäft entwickelte sich deutlich besser als erwartet. Die Produktverkäufe legten um 11,7% auf 1,5 Mrd. $ zu. Besonders positiv entwickelte sich der Cashflow, der um 46,1% auf 564 Mio. $ kletterte. Anders sieht es in den Bereichen Software- und Hardwarewartung aus, in denen die Umsätze um 1,2 respektive 4,9% zurückgingen.

Die NetApp-Aktie profitierte im vergangenen Halbjahr vor allem von zwei Einflussfaktoren

Einerseits konnte das allgemeine Kostenniveau gesenkt werden. Während der Umsatz insgesamt um 4,3% auf 2,7 Mrd. $ stieg, gelang es dem Unternehmen die Absatzkosten auf Vorjahresniveau zu halten. Als Folge stieg die operative Marge um 1,5 Prozentpunkte auf 63,2% an. Auch die Kosten des Verwaltungsapparats konnten im Vorjahresvergleich gesenkt werden.

Zum anderen treibt das 9,6 Mrd. $ schwere Aktienrückkaufprogramm die Gewinne pro Aktie an. Im 1. Halbjahr wurden 7 Mio. eigene Aktien im Wert von 300 Mio. $ zurückgekauft. Dem Management stehen insgesamt noch 494 Mio. $ für weitere Rückkäufe zur Verfügung. Bis Mai 2018 soll das Programm abgeschlossen werden.

NetApp ist hervorragend für weiteres Wachstum positioniert

Für die Übernahme von Greenqloud, einem Cloud-Software-Anbieter und Plexistor, einem israelischen Software-Architekten, nahm NetApp darüber hinaus beinahe 100 Mio. $ in die Hand. Bezahlt wurde in Cash.

Unternehmensporträt

NetApp (früher: Network Appliance) ist ein weltweit führender Anbieter von Network Attached Solutions (NAS)-Produkten. NAS-Produkte werden an bestehende Netzwerke angeschlossen, um die Speicherkapazität kostengünstig zu erweitern. Zum Kundenkreis gehören Internet-, Telekommunikations- und Technologieunternehmen, die große Datenspeicherkapazitäten verwalten und ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit benötigen.

Arista Networks gilt als die kleine aber feine Cisco

Arista Networks gilt als die kleine, aber feine Cisco für das Zeitalter des Cloud- und Echtzeit-Computings. Kernprodukte sind extrem leistungsfähige Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches.

Das ist so etwas wie Schaltstellen auf Datenautobahnen für Großrechneranlagen bei Amazon, Google oder Facebook, aber auch für Banken und Börsen im Bereich Hochfrequenzhandel. Kronjuwel ist das auf Linux basierende offene Betriebssystem EOS – eine individuell anzupassende, flexible und vor allem kostengünstige Technologie für Kunden, die riesige Datenströme managen müssen. Die Produkte sind gefragt.

Die Folge: Im 3. Quartal hat der Umsatz um 50,8% auf 437,6 Mio. $ zugelegt. Die Bruttomarge erreichte über 64% – ein Indiz für eine monopolartige Marktstellung. Unterm Strich stieg der Gewinn je Aktie um 143% auf 1,68 $. Bei diesen Zahlen wundert es nicht, dass Arista in die Top 10 der Fortune Magazine der 100 schnellst wachsenden Unternehmen aufgestiegen ist.

Aristas Netzwerk-Vision – die Etablierung als Plattformanbieter – wird wahr

Weiteres Wachstum entsteht durch den Ausbau der Vertriebskooperationen, insbesondere durch den Ausbau strategischer Partnerschaften im Entwicklungsbereich mit Anbietern wie Microsoft oder Google. Die Basis dafür hat das Management bereits heute geschaffen und die Saat für steigende Gewinne gelegt. Cloud-Computing und Big Data sind die Treiber. Für das 4. Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 450 und 464 Mio. $.

Unternehmensporträt

Arista Networks hat sich für das Zeitalter des Cloud- und Echtzeit-Computing positioniert. Kernprodukt sind extrem leistungsfähige Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches, so etwas wie Schaltstellen auf Datenautobahnen für Großrechneranlagen. Kronjuwel ist das auf Linux basierende offene Betriebssystem EOS.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.