Diese beiden Rohstoffe haben 2018 großes Potenzial

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Bei Zink und Lithium ist der Rohstoffexperte Brent Cook besonders optimistisch. Lesen Sie hier seine Gründe. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Am Wochenende fand in Vancouver die erste wichtige Rohstoff-Konferenz des noch jungen Jahres statt. Dort trifft sich die nordamerikanische Rohstoff-Szene. Bei meiner Recherche bin ich schon auf ein sehr spannendes Video-Interview mit dem erfahrenen Rohstoff-Experten Brent Cook, das er dem Goldportal kitco.com gegeben hat.

Darin schaut er vor allem auf die aktuellen Chancen auf dem Rohstoffmarkt. Eine Sache ist dabei wichtig: Brent Cook ist der Rohstoff an sich nicht so wichtig. Vielmehr müssen hier ausgewählte Firmen gute Chancen bieten. Und diese Chancen sieht er aktuell eben nicht nur bei Gold und Silber – sondern auch bei Lithium und Zink.

Explorations-Storys bietet für Brent Cook die größten Chancen

Brent Cook schaut hier vor allem auf frühe Explorations-Storys. Fortgeschrittene Firmen, die schon Ressourcen definiert haben, spielen bei seiner Auswahl keine Rolle. Insofern hat er den Sektor Lithium und Zink derzeit als besonders aussichtsreich ausgemacht. Beim Zink erbebe sich laut Cook auch nach der Verdopplung des Preises in den vergangenen Jahren noch weitere Chancen – weil das Angebot einfach zu gering ist.

Anders schätzt er die Lage derzeit bei Kobalt ein, einem ebenfalls stark gestiegenen Rohstoff. „Wir haben genügend Kobalt auf der Welt und ich sehe keine Story, die so interessant ist, dass sich ein Investment lohnt“, so Cook weiter.

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Für die allgemeine Marktentwicklung – gerade beim Gold – ist Cook optimistisch für 2018. Gerade die vielen weltweiten Krisenherde haben auf jeden Fall das Potenzial den Goldpreis zu stützen. Doch wie gesagt schaut er gar nicht so genau auf die einzelnen Sektoren, sondern direkt auf die Unternehmensebene. Und das schließt bestimmte Investments einfach aus.

Beispiel Uran: Diesen Rohstoffzweig sieht er eher skeptisch, denn derzeit ist das Uranangebot weltweit sehr groß und neue aussichtsreiche Vorkommen nicht in Aussicht. Dieser Punkt ist tatsächlich wichtig, denn beim Uran machen aktuell eher große Anbieter mit Produktionskürzungen von sich reden. Zum einen sind das fortgesetzte Kürzungen im wichtigen Produktionsland Kasachstan. Zum anderen Kürzungen bei Cameco, dem weltgrößten börsennotierten Uranproduzenten. In diesem Umfeld wird der Preis wohl eher auf dem niedrigen Niveau bleiben und damit kaum Chancen für die Unternehmen der Branche bieten.

Soweit eine erste Einschätzung von der ersten großen Rohstoff-Konferenz des Jahres. Ich werde in den kommenden tagen noch einmal darauf eingehen – denn hier waren tatsächlich einige der Top-Investoren Nordamerikas versammelt.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.