Diese Chip-Aktie glänzt selbst ohne Dividende

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Sattes Wachstum, gute Zahlen. Bei Micron stimmt ziemlich viel. Was das für die Aktie bedeutet. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Kann ein Unternehmen, das überhaupt keine Dividende zahlt, für uns von Interesse sein? Auf den ersten Blick ist die Antwort leicht – Dividenden-Anleger benötigen auch eine Ausschüttung. Doch nach unserem Verständnis kommt es bei guten Unternehmen auch auf die Dividenden von morgen und übermorgen an.

Aus diesem Grund lohnt es sich durchaus, Titel zu analysieren, die heute gar nicht ausschütten. So wie Chip-Produzent Micron. Bei dem stimmt operativ so viel, dass einer Dividende in Zukunft wenig entgegenstehen dürfte – es sei denn, man entscheidet sich auch weiterhin für den Wachstumspfad und somit Kursgewinne. Doch ich will nicht zu viel verraten, zunächst einige Details zum Unternehmen.

Micron Technology fertigt Halbleiter und Komponenten für den Einsatz in Computern, Telekommunikations- und Bürogeräten. Daneben stellt Micron auch komplette PC-Systeme her. Die wichtigsten Produkte sind DRAMs sowie DDRSDRAMs, NAND- und NOR-Flash-Chips und CMOS-Bildsensoren. Das 1978 gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in 19 Ländern.

Fast immun gegen den Handelsstreit

Micron hat für das abgelaufene Geschäftsjahr beeindruckende Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um fast 50% auf rund 30,4 Mrd $. Unterm Strich hat sich der Gewinn fast verdreifacht und lag bei rund 14,2 Mrd $. Auch im Schlussquartal konnte Micron überzeugen. Hier konnte noch ein Umsatzplus von 37,5% auf rund 8,4 Mrd $ und ein Gewinnsprung von 78,9% auf 3,56 $ pro Aktie erzielt werden.

Da der Großteil des Konzernumsatzes in Asien erwirtschaftet wird, hat vor allem das Thema Handelsstreit die Aktie belastet. Allerdings rechnen wir nicht damit, dass die politischen Streitigkeiten sich langfristig auf die operative Geschäftsentwicklung auswirken werden. Micron ist ebenfalls optimistisch und hat selbstbewusst das Ende der Partnerschaft mit Intel angekündigt.

Die langjährige Partnerschaft bezog sich auf die Produktion von hochwertigen Speichertechnologien. Dabei haben die beiden Konzerne die neue SSD-Technik maßgeblich vorangetrieben und gemeinsam der 3D-XPoint-Technologie zur Marktreife verholfen. Jetzt möchte Micron aber auf eigenen Beinen stehen und mit seinen florierenden DRAM-Geschäften neue Geschäftsbereiche quer subventionieren.

Warum Micron ein Top-Wert ist

Die Partnergesellschaft mit Intel enthält eine Ausstiegsklausel die es Micron ermöglicht, zum 1. Januar 2019 den 49-%igen Anteil für 1,5 Mrd € zu erwerben. Wir begrüßen den mutigen Schritt, der Micron mehr Eigenständigkeit verschaffen wird. Bei Micron stimmt auch ohne eine Dividende eine ganze Menge. Dem Konkurrenzdruck in der Branche ist Micron allemal gewachsen und hat das mit super Zahlen bereits unter Beweis gestellt. Bei Schwäche kaufen! Diese Aktie ist ein Top-Wert!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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