Diese eine Rohstoff-Firma bewegt aktuell die Branche

Der Rohstoffsektor ist weit gefächert – und doch haben Entscheidungen bei einzelnen Unternehmen zuweilen auch Einfluss auf den Gesamtmarkt. Dazu muss das Unternehmen natürlich eine große Bedeutung am Weltmarkt haben. Beim Rohstoffhändler Glencore ist das auf jeden Fall gegeben.

Zu Beginn der Woche sorgte das Unternehmen für einen Paukenschlag, als es die Kürzung der Dividende ankündigte. Das war jedoch nur ein Teil eines großen Programms, welches ganz klar den Schuldenabbau bei Glencore im Fokus hat.

Mein Kollege Oliver Gross vom GeVestor-Börsendienst „Der Rohstoff-Anleger“ hat bei der Glencore-Strategie noch weitere wichtige Punkte ausgemacht, die ich Ihnen heute vorstellen möchte: „Alles fokussiert sich bei Glencore jetzt auf den Schulden-Abbau und die Erhöhung der entscheidenden Liquidität. So kommt es beim tief gefallenen Rohstoff-Giganten zu einer bereits erwarteten Kapitalerhöhung.

Glencore-Management baut eigene Aktienpositionen aus

Erwähnenswert ist in dieser schwierigen Zeit insbesondere die starke Unterstützung des erfolgsverwöhnten Managements von Glencore, das den größten Rohstoff-Händler der Welt in der Schweiz federführend aufgebaut hat. Das Management und die Vorstandsmitglieder werden weitere 550 Mio. USD in den traditionsreichen Konzern investieren und zeichnen dadurch satte 22% der totalen Summe der Kapitalerhöhung.

Damit teilen die Verantwortlichen ein wenig den großen Schmerz der Aktionäre, die im Hinblick auf den gewaltigen Aktienkursverfall erheblich einstecken musste. Der starke Insider-Support bei Glencore spricht in jedem Fall für sich und impliziert ein großes und wichtiges Vertrauenssignal – vor allem in diesem Marktumfeld. Hier können Sie gut erkennen, dass das Management trotz massivem Kursverfall hinter der Story steht und strategisch agiert.

Genau darauf achte ich auch immer bei jeder Empfehlung. Denn das Management muss in einigen Bereichen auf derselben Ebene wie die Aktionäre agieren, sonst steckt für mich keine wahre Überzeugung dahinter. Ich will solide Insider-Beteiligungen bei den Investments sehen und ein Management, dass von der Story zu 100% überzeugt ist und wie Sie ein Aktionär der Firma ist. Bei so großen Firmen wie Glencore sind Management-Investitionen in dieser Größenordnung definitiv beachtlich und haben Seltenheitswert.“

Soweit Oliver Gross mit seiner Einschätzung zur aktuellen Strategie bei Glencore und den Auswirkungen auf die gesamte Branche. Gerade bei den Junior-Firmen die Gross im „Rohstoff-Anleger“ sind die Insideranteile bei den Aktien sehr groß. Das zeigt den Investoren eben ganz klar: Hier sind Manager aktiv, die wirklich an die Story glauben.

10. September 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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