Diese Goldaktie sollten Sie sich jetzt ganz genau anschauen

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Es gibt viele Goldaktien – doch nur wenige haben ein ganz stabiles Geschäftsmodell, das unabhängig von einzelnen Minen funktioniert. Franco Nevada gehört auf jeden Fall dazu. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Berichtssaison läuft auch bei den Goldaktien weiter. Kürzlich legte mit Franco Nevada auch eines der großen Royalty-Unternehmen die aktuelle Bilanz vor. Noch mal zur Erklärung für Sie: Diese speziellen Goldfirmen betreiben selbst keine Minen. Sie sichern sich ihre Goldlieferungen von anderen Minen und zahlen dafür feste Preise auf Basis langlaufender Verträge.

Die Minenbetreiber haben den Vorteil, dass sie so schon oft vor dem eigentlichen Produktionsbeginn frisches Kapital von den Streaming-Unternehmen bekommen. Dafür muss dann nur ein kleiner Teil der Produktion an das Streaming-Unternehmen abgegeben werden.

Dieses Geschäftsmodell hat sich im Minensektor in den vergangenen Jahren sehr gut etabliert und Franco Nevada ist einer der großen Player in diese Segment. Doch auch an diesen starken Unternehmen ist die Corina-Krise nicht spurlos vorübergezogen.

Das ist auch leicht nachvollziehbar, denn das zweite Quartal hat gerade auch im Edelmetallsektor deutliche Einschränkungen bei der Minenproduktion gebracht. Und wenn die Minen nicht produziert haben, konnte Franco-Nevada auch kein Gold geliefert bekommen.

Leichtes Minus bei der Produktion

Daher ist die Produktion im 2. Quartal leicht um 1.9% auf nur noch 104.330 Unzen Goldäquivalent abgesunken. Goldäquivalent bedeutet hier, das alle produzierten Metalle ihrem Wert nach in Gold umgerechnet werden, denn viele Streaming-Unternehmen haben eben ganz unterschiedliche Lieferverträgen, die auch andere Metalle wie Silber oder auch Kupfer mit einschließen. Diese Menge brachte Franco Nevada einen Umsatz von rund 195 Mio. USD.

Zu den Einschränkungen erklärte Franco Nevada CEO Paul Brink: „Von den aktuell 56 Vorkommen, die aktuelle Cashbeiträge für die Bilanz liefern, waren 15 zumindest zeitweilig von Einschränkungen bei der Produktion betroffen. Bis auf das Golden Highway Vorkommen haben aber alle anderen jetzt wieder die Produktion aufgenommen.“

Daher ist das Management um CEO Paul Brink auch optimistisch gestimmt für das zweite Halbjahr, denn die Rückkehr zu den normalen Produktionsmengen und die gestiegenen Preise bei den Edelmetallen werden weitere Erfolge für Franco Nevada bringen – und das in einer Zeit, in der sehr viele Firmen aus anderen Branchen hart ums Überleben kämpfen müssen – auch das muss man sich in der aktuellen Marktphase immer wieder vor Augen führen.

Auf Basis der aktuellen Produktionszahlen erwartet Franc Nevada nun eine veränderte Produktionsmenge für das laufende Geschäftsjahr im Bereich von 475.000 bis zu 505.000 Unze Goldäquivalent. Mit einem Zuwachs von knapp 32% in den vergangenen 6 Monaten hat Franco Nevada an der Börse jedoch schwächer abgeschnitten als viele Konkurrenten. Das mag auch daran liegen, dass die Aktie zuvor besonders stabil notiert hatte.

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Heiko Böhmer
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