Diese Rendite wird heiß und fettig

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Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das gilt auch für McDonald’s. Die Aktie ist wegen Corona etwas ins Abseits geraten. Wir analysieren, ob das von Dauer ist. (Foto: 8th.creator / Shutterstock.com)

Burger und Pommes gehen immer. Auch in Zeiten, in denen Essen nachhaltig und vegan wird. Burgerketten wie McDonalds stellen seit Jahren unter Beweis, dass sie mit der Zeit gehen und jeden Ernährungstrend aufgreifen. Neben fettigen Burgern gibt es bei McDonald’s längst auch Salat und gesündere Alternativen. Auch Frühstück oder Kaffee ist beim Schnellrestaurant zu jeder Tageszeit zu bekommen.

Den Nerv der Kunden trifft das Unternehmen damit schon einmal. Hinzu kommt für Anleger eine solide Dividende. Ob die Aktie hält, was sie verspricht, erklären wir nach einer eingehenden Analyse.

Corona bremst Burger-Brater aus

McDonald’s betreibt mit 37.241 Einheiten in über 100 Ländern weltweit das zweitgrößte Netz von Schnellimbiss- Restaurants, von denen etwa 80% als Franchise-Unternehmen vergeben sind. Die Fast-Food-Kette zählt dabei täglich mehr als 70 Mio Restaurantbesucher. Zu McDonald’s gehören zahlreiche bekannte Gastronomie-Marken wie Aroma Café und Donatos Pizza.

Im Januar und Februar sah es noch nach einer Fortsetzung des McDonald’s-Höhenfluges aus. Doch im März folgte der coronabedingte Einbruch. Beim Umsatz auf bestehenden Flächen stand im 1. Quartal ein Minus von 3,4%. Der Umsatz auf bestehenden Flächen gilt als harte Währung der Branche. Hier werden Veränderungen des Systemumsatzes von allen Standorten betrachtet, die mindestens 13 Monate geöffnet sind.

Langfristig bleibt das Geschäft stabil

Bei den Eigenregie-Umsätzen, Franchise- Gebühren und Mieteinnahmen ging der Umsatz um 6,1% auf 4,7 Mrd $ zurück. Unterm Strich rutschte der Gewinn um 14,5% auf 1,47 $ je Aktie ab. Mc Donald’s verzichtete in der Corona- Krise auf einen Teil der Zahlungen seiner Restaurantbetreiber in Deutschland. Der Konzern hat allen Franchisenehmern die Pachtund Franchisegebühren in den Monaten März und April gestundet und einen Teil der Miete erlassen. Die meisten der 1.480 McDonald’s- Restaurants in Deutschland werden von rund 200 Franchisenehmern betrieben. In der Krise hatte Mc Donald’s versucht, möglichst viel über die Drive-In-Schalter zu verkaufen.

Der Wegfall in den Innenräumen konnte damit aber bei weitem nicht kompensiert werden. Die meisten Restaurants sind zwar wieder in Betrieb, allerdings ist die Nachfrage geringer. Um die finanzielle Flexibilität zu erhalten, wurde das Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt und neue Kredite von 6,5 Mrd $ aufgenommen. Wie sich die Krise weiter auf das Geschäft auswirken wird, darüber wagt der Vorstand keine Prognose und zog den Ausblick für 2020 und darüber hinaus zurück. Trotzdem ist die Aktie vergleichsweise stabil. Bei Schwäche ist McDonald’s ein Kauf.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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