Diese Rohstoff-Aktie schreibt wieder schwarze Zahlen

Nun geht es auch bei den Rohstoff-Werten mit der Berichts-Saison so richtig los. Das ist Grund genug für mich einmal auf die schon vorliegenden Bilanzen zu schauen.

Heute steht das US-Unternehmen Freeport McMoran im Fokus. Im Bereich der Rohstoff-Unternehmen nimmt Freeport McMoran eine gewisse Sonderrolle ein.

Denn neben Industrie-Metallen wie vor allen Dingen Kupfer ist der Rohstoff-Produzent auch bei Edelmetallen und im Energie-Sektor tätig.

Sie können sich vorstellen, dass während der schwachen Entwicklung bei den Rohstoff-Preisen im vergangenen Jahr diese Aktie ganz besonders stark gelitten hat.

Erst sorgte der Preisverfall beim Öl für Kursdruck bei der Aktie. Dann rauschten die Preise für Edel- und Industrie-Metalle immer weiter in den Keller und auch die Aktie sackte zunehmend ab.

Jetzt ist es besonders spannend zu schauen, wie sich die operative Lage bei dem Unternehmen verbessert hat, seitdem die Rohstoff-Preise sowohl im Energie-Bereich als auch bei den Edelmetallen wieder klar zulegen.

Dabei fällt die Bilanz zum 3. Quartal sehr positiv aus: Im Vergleich zum Vorjahr hat nicht nur der Umsatz deutlich zugelegt. Gleichzeitig hat der Konzern auch wieder einen Quartals-Gewinn erzielt.

So blieb unterm Strich ein Gewinn von 0,16 Dollar pro Aktie.

Im vergangenen Jahr hatte hier Freeport McMoran noch einen massiven Verlust von 3,58 Dollar pro Aktie erzielt. Der wurde ausgelöst durch einen extrem hohen operativen Verlust.

Gewinne erhöht und Cashflow steigt wieder deutlich an

Im Vergleich zum Vorjahr hat Freeport McMoran zudem den Cashbestand deutlich nach oben gefahren und gleichzeitig noch die Schulden weiter zurückfahren können.

Auch das ist ein weiterer positiver Effekt für die Bilanz.

Allein im 3. Quartal erreichte Freeport einen operativen Cashflow von 980 Mio. Dollar.

Basierend auf dem aktuellen Verkaufs-Volumen und den Produktions-Kosten rechnet die Firma für das Gesamtjahr 2016 mit einem operativen Cashflow von immerhin 3,6 Mrd. Dollar.

Das entspricht immerhin einer Steigerung von rund 12 % im Vergleich zum Vorjahr.

Wie stark aber das Unternehmen bis dahin unter den deutlich gesunkenen Rohstoffpreisen gelitten hat, zeigt der Blick zurück:

Noch im Geschäftsjahr 2013 erreichte der US-Konzern einen operativen Cashflow von 6,1 Mrd. Dollar. 2011, im Rekordjahr der Rohstoffe, erwirtschaftete Freeport sogar 6,6 Mrd. Dollar operativen Cashflow.

Dennoch zeigen die aktuellen Zahlen und die Prognosen für das laufende Jahr, dass es hier wieder deutlich nach oben geht.

An der Börse ist die Bilanz mit einem Plus von knapp 6 % auf jeden Fall sehr gut aufgenommen worden.

26. Oktober 2016

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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