Diese Software macht das Leben leichter

Architekten und andere Experten schwören auf dieses Softwarehaus. Was bedeutet das für die Rendite? (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Haben Sie in den vergangenen Monaten oder vor wenigen Jahren ein Haus planen lassen oder auch nur eine Küche gekauft? Unglaublich, welche Möglichkeiten uns moderne Software bietet: Da kann die Küche schon in den eigenen vier Wänden begutachtet werden, bevor auch nur ein Teil bestellt, geschweige denn geliefert ist.

Auch bei Umbaumaßnahmen sorgt moderne Software dafür, dass es Architekten leicht haben, Ideen ihren Kunden zu erklären und schmackhaft zu machen – vieles ist am Laptop zu sehen und zudem mit wenigen Klicks anpassbar. Wenn es um moderne CAD-Software geht, hat Mensch und Maschine seit jeher eine gute Marktposition. Wir erklären Ihnen, ob auch die Aktie vielversprechend ist! Doch der Reihe nach.

Gute Entwicklung beim Gewinn je Aktie

Mensch und Maschine Software ist einer der führenden europäischen Anbieter von CAD-Programmen (Computer Aided Design) mit Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, England, Belgien, Schweden und Polen. Das Mensch und Maschine-Angebot umfasst CAD-Lösungen in verschiedenen Preis-/Leistungsklassen für die wichtigsten Branchen (Maschinenbau, Elektrotechnik, Architektur, Geographie).

Mensch und Maschine blickt nach einem eher enttäuschenden Geschäftsjahr auf ein erfolgreiches Auftaktquartal 2018 zurück. Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 6,8% auf 48,6 Mio €. Obwohl die Personalkosten leicht zunahmen, konnte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 24% auf 5,9 Mio € deutlich ausgebaut werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 12,1%. Grund dafür sind vor allem niedrigere administrative Kosten und der unterproportionale Anstieg des Materialaufwandes. Der Gewinn pro Aktie kletterte um 29% auf 0,21 €.

Finanzierung eines AktienrückkaufsFür ein Aktienrückkauf-Programm muss ein Konzern die nötigen Mittel haben. Die Aktienrückkauf-Finanzierung kann unterschiedlich erfolgen. › mehr lesen

Was bringt das Aktienrückkaufprogramm?

Trotz rückläufiger Umsätze wurde im vergangenen Jahr die Dividende auf 0,50 € pro Aktie erhöht. Mit Bekanntgabe der Zahlen zum 1. Quartal wurde eine weitere Dividendenanhebung auf 0,62 bis 0,68 € pro Aktie in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür ist die Erreichung der Ziele. Mensch und Maschine strebt ein operatives Ergebnis zwischen 22 und 23 Mio € an. Der Gewinn soll mit 11 bis 12 Mio € um 30 bzw. 40% über dem Vorjahresniveau liegen.

Die Zahlen für das 1. Halbjahr werden erst nach dem Redaktionsschluss veröffentlicht. Nachdem Mensch und Maschine jedoch mit dem profitabelsten Quartal der Unternehmensgeschichte ins Jahr gestartet ist, gibt sich das Management zuversichtlich. Das liegt vor allem daran, dass im 2. Quartal viele mehrjährige Autodesk-Wartungsverträge auslaufen.

Die Erneuerung dieser Verträge wird den Systemhaus-Umsatz ankurbeln. Mensch und Maschine gelang es, die AutoDesk-Bremse des vergangenen Jahres zu lösen. Darüber hinaus ist das laufende Aktienrückkaufprogramm noch lange nicht ausgeschöpft. Die Aktie ist kein Überflieger aber durchaus solide!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.