Diese spezielle Minensparte liegt aktuell voll im Trend

Viele Produzenten haben aktuell operative Probleme. Doch bei den Streaming-Unternehmen sorgen etliche neue Deals für viel Bewegung. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Derzeit ist die Marktlage bei den Rohstoffen weiterhin extrem spannend. Bei Übernahmen ist es derzeit eher ruhig. Anders sieht es bei Streaming-Deals aus. Hier hatte ich Ihnen erst vor einer Woche von Osisko Royalties berichtet. Nun gibt es einen weiteren großen Streaming-Deal in der Rohstoff Branche.

Nun sind zwei solche Ereignisse in kurzer Zeit noch kein Trend. Immerhin liefert das aber ein Signal für den aktuellen Zustand des Rohstoffmarktes. Dieses Mal hat Sandstorm Gold drei Vereinbarungen mit dem Goldproduzenten Yamaha Gold getroffen.

Das Volumen der Deals umfasst immerhin rund 150 Mrd. Dollar und Sandstorm Gold sichert sich so mittelfristig signifikante Produktionsmengen beim Silber, Kupfer und später auch beim Gold. Der wichtigste Teil der Vereinbarung umfasst einen Silber Anteil der Centro Moro Mine von Yamaha Gold.

Sandstorm Gold streut durch den neuen Streaming-Deal das Risiko weiter

Dieser Deal allein hat einen Wert von 70 Mio. Dollar. Was bekommt Sandstorm Gold für das Geld? Zunächst einmal erhält Sandstorm Gold 20 % der jährlichen Silberproduktion bis 1.200.000 Unzen jährlich erreicht sind. In den folgenden Jahren wird diese Vereinbarung so lange gelten, bis Yaman Gold insgesamt 7.000.000 Unzen Silber geliefert hat.

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Danach sinkt der Anteil an der jährlichen Silberproduktion auf 9 % – allerdings für die restliche Laufzeit der Mine. Zudem wird Sandstorm Gold weiterhin auch für die erhaltenen Silberunzen noch Geld an Yamana Gold bezahlen. Das entspricht dann 30 % des aktuellen Terminmarktpreises für Silber.

Die Vorteile für sein Sandstorm Gold liegen auf der Hand: Das Unternehmen investiert jetzt und erhält in Zukunft einen stetigen Cashflow aus den verschiedenen Minen. Schon ab 2016 erwartet das Management einen jährlichen Cashflow von 10 Mio. Dollar aus den verschiedenen Vereinbarungen. Ab 2019 soll der Cashflow dann jährlich 20 Mio. Dollar betragen. Gleichzeitig verringert Sandstorm Gold durch die Aufnahme von Silber und Kupfer in die Vereinbarung das eigene Unternehmensrisiko.

Yamana Gold hingegen erhält kurzfristig frisches Kapital und kann so den Ausbau verschiedener Projekte schnell vorantreiben. An der Börse wird ganz klar Yamaha Gold als Gewinner des Deals angesehen. Die Aktie hat nach Meldung deutlich zugelegt. Bei Sandstorm Gold geht es um mehr als 10 % bergab.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

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