Diese Trends bestimmen die Luxusgüterbranche in 2015

Die Aktien der Luxuskonzerne gehörten zu den großen Gewinnern der letzten Jahre. Einer der Wachstumstreiber war der chinesische Markt. Egal ob Uhren, Kleidung oder Schmuck.  Es waren vor allem die Chinesen, die bei den Edelmarken zugriffen.

Auch das Jahr 2015 verspricht ein spannendes Jahr für die Branche zu werden. Ob das langfristige Branchenwachstum von 8% pro Jahr erreicht wird bleibt allerdings abzuwarten.

Unterstützung kommt derzeit von der Währungsseite, denn viele der Luxuskonzerne sitzen in Europa. Hier treibt der schwache Euro die Gewinne an, denn für viele Abnehmermärkte werden die Produkte günstiger.

Welche großen Trends beeinflussen die Entwicklung Ihrer Luxus-Aktien in 2015 und darüber hinaus?

Globale Konjunktur unterm Strich positiv

Einige von Ihnen werden vielleicht mit Sorgenfalten nach Russland blicken. Der schwache Rubel sorgt für einen spürbaren Kaufkraftverlust der Luxus liebenden Russen. Aber ich kann Sie beruhigen. Nur etwa 3% der Absätze der Luxuskonzerne hängen am russischen Rubel.

Viel stärker macht sich der schwache Ölpreis bemerkbar. Hier ging es seit Juli 2014 immerhin um 55% nach unten. Das sorgt für einen wahren Einkommensschub in den Öl-importierenden Ländern. Hier werden nämlich rund 85% der weltweiten Luxusgüter abgesetzt.

Auch der chinesische Markt sorgt weiter für Unterstützung. Schätzungen zufolge wird die Mittelschicht in Asien auf 1,7 Mrd. Menschen anwachsen. Damit wäre die Mittelschicht größer als in den USA und Europa zusammen.

Dabei ist die Konsumfreude der Asiaten beeindruckend. Chinesische Konsumenten mit einem Jahreseinkommen über 30.000 US-Dollar geben pro Kopf etwa acht Mal so viel für Luxusgüter aus wie Konsumenten in Europa.

Folglich erwarten Experten eine Nachfragesteigerung von 15% pro Jahr bis 2020.

Die Luxus-Branche geht online

Die digitale Strategie wird in den nächsten Jahren entscheidend für die Performance der Unternehmen sein. In der Vergangenheit waren die Konzerne hier nur zögerlich unterwegs.

Aber immer mehr Luxusprodukte werden mittlerweile online verkauft. Das E-Commerce-Segment benötigt geringere Fixkosten und weniger Kapitaleinsatz. Durch einen stärkeren Online-Vertrieb können die Konzerne ihre Margen dementsprechend hochfahren.

Hohe Transaktionsvolumina bei Fusionen und Übernahmen erwartet

Die Kombination von hohen Cashreserven und günstigen Zinsen wird in den nächsten Jahren den Markt für Fusionen und Firmenübernahmen befeuern. Experten schätzen, dass alleine den Unternehmen in Europa 170 Milliarden Euro für Zukäufe zur Verfügung stehen.

Auch in den USA ist der Markt ordentlich in Bewegung. Nicht immer zählen Luxuskonzerne selbst zu den Käufern. In den letzten Jahren traten vermehrt auch Private Equity Investoren auf, die die Vorzüge von Luxusgütern offenbar zu schätzen wissen.

3. Februar 2015

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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