Diese Uranaktie sollten Sie kennen

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Uranaktien haben schwere Jahre hinter sich. Doch seit einigen Monaten startet mit Cameco einer der großen Produzenten wieder durch. (Foto: solarseven / Shutterstock.com)

Der Uran-Sektor hat schwere Zeiten hinter sich. Lange Zeit rutschten die Preise immer weiter ab – und auch die Aktien fanden an den Finanzmärkten kaum Halt. Aber im ersten Halbjahr 2018 hat sich hier etwas geändert.

Das zeigt der Blick auf Cameco, einen der größten Uranproduzenten der Welt. Das kanadische Unternehmen aus der Provinz Saskatchewan hat im ersten Halbjahr 2018 um knapp 28% zugelegt. Das hat zumindest bei einigen Investoren die Hoffnung unterstützt, dass die schlimmsten Zeiten hinter dem immer wieder stark gebeutelten Sektor liegen könnten.

Ein positiver Aspekt war sicherlich der Uranpreis – auch wenn er sich kaum nach oben bewegt hat, so stoppte doch der langfristige Abwärtstrend. Im Grunde steht der Preis jetzt wieder da, wo er auch vor 6 Monaten stand. Insofern sind es unternehmensspezifische Gründe, die zuletzt den Kurs von Cameco angetrieben haben.

Produktionskürzungen haben schon Auswirkungen auf den Uranmarkt

Wie schon erwähnt, gehört Camceo zu den beiden größten Uranproduzenten der Welt. Insofern hatte es einen massiven Einfluss auf den Markt, als Cameco die vorübergehende Schließung zweier Großprojekte angekündigt hatte. Gleichzeitig hat auch Kazatompron, die globale Nummer eins unter den Uranproduzenten, Kürzungen bei der Produktion angekündigt und auch schon umgesetzt.

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Diese Produktionskürzungen sorgen zumindest einmal für eine Stabilisierung der Preise – und diese Kürzungen haben auch das Potenzial die Preise in Zukunft wieder klar anzutreiben.

Gleichzeitig hat Cameco einen starken Fokus auf Kostensenkungen gesetzt – und das in allen möglichen Bereichen. Zusammen mit den geringeren Investitionen schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 hat das zuletzt den Cash Flow von Cameco deutlich verbessert. Für 2018 erwarten viele Investoren nun eine Fortsetzung des positiven Trends.

Fakt ist: Selbst nach den jüngsten Kurszuwächsen notiert die Aktie immer noch nahe den historischen Tiefständen – bei wichtigen Bewertungskennziffern wie dem Kurs-Cash Flow Verhältnis. Das allein reicht für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends nicht aus. Hier müssen auch noch die Uranpreise mitziehen. Doch dann kann es bei den Marktführern der Branche weitere deutliche Zuwächse geben.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.