Diese Verbrauchsgüter bringen richtig Rendite

Es gibt so Marken, die sind ziemlich unscheinbar, und trotzdem kennt sie fast jeder.

Haben Sie z. B. einmal auf den Boden eines Feuerzeugs geschaut und gelesen, was dort steht? In den allermeisten Fällen steht dort BiC.

Doch die Marke ist nicht nur für Feuerzeuge bekannt. BIC ist ein bekannter französischer Markenartikel-Hersteller.

Die Produkt-Palette umfasst:

  • Schreibinstrumente (Kugelschreiber, Filzstifte, Korrektur-Produkte – hier ist BIC weltweit Nr. 1),
  • Feuerzeuge
  • und Einweg-Rasierer für Herren und Damen.

Bekannte Marken-Namen sind BIC und Tipp-Ex. Produktion und Distribution erfolgen weltweit, mit Schwerpunkten in Europa, den USA und Südamerika.

Gerade mit diesen kleineren Utensilien lässt sich gutes Geld verdienen. Denn Verbrauchs-Material wird immer wieder gekauft und eine positive Marken-Bindung verspricht konstante Umsätze.

Doch wie ist es um das Unternehmen derzeit bestellt? Wir haben die Aktie wie gewohnt detailliert unter die Lupe genommen:

BIC hat solide Umsatzzahlen für das 1. Halbjahr präsentiert. In einem schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeld blieb der Umsatz mit 1.133 Mio. € leicht unter dem Vorjahres-Niveau.

Mit Feuerzeugen verdient BIC richtig Geld

Auf vergleichbarer Basis und währungsbereinigt ist er um 5,4% gestiegen. Höhere Vertriebskosten verringerten das Brutto-Ergebnis auf 559 Mio. €.

Das operative Ergebnis (EBIT) gab um 13% auf 208 Mio. € nach. Die EBIT-Marge verschlechterte sich von 21,1 auf 18,3%. Unterm Strich hat BIC mit 140,1 Mio. € rund 20% weniger verdient.

Die 3 Kernsparten haben sich unterschiedlich entwickelt: Während die Umsätze der Segmente Büromaterial und Feuerzeuge um 0,3% bzw. 0,9% nachgaben, stieg der Umsatz mit Rasierern um 3,3%.

Mit knapp 39% weist die Sparte Feuerzeuge die höchste operative Gewinn-Marge (EBIT-Marge) aus und ist damit das profitabelste Segment. Gegenüber 2015 gab die Marge allerdings etwas nach.

Kein Überflieger, aber solide

Die neue Sparte Graphic konnte beim Umsatz zwar um 0,8% zulegen, ist aber mit einer EBIT-Marge von -5,4% nicht profitabel.

Aus regionaler Sicht kam Umsatz-Wachstum aus Europa und Nordamerika, während die Emerging Markets um 10% eingebrochen sind. Mit innovativen Produkten sollte das Geschäft auch dort wieder anziehen.

Zudem will BIC eine Fabrik in Gujarat bauen, um von dort aus den asiatischen Markt zu beliefern. Mit der Übernahme des Marktführers Cello Pens gelang BIC der Markteintritt in Indien.

Wir sehen bei BIC eine angemessene Bewertung sowie eine intakte Gewinn-Serie. Auf Sicht von 6 – 12 Monaten erwarten wir eine marktkonforme Kursentwicklung.

Die Dividendenrendite von 3,1% und die geringe Zyklik macht die Aktie für langfristig orientierte Investoren interessant. BIC ist kein Überflieger, aber sehr solide.

9. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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