Diese zwei Bank-Aktien sollten Sie eher meiden

Die Royal Bank of Scotland (RBS) blickt auf das 8. Jahr in Folge mit einem Milliardenverlust zurück.

Sonderaufwendungen für Restrukturierungen und Rechtsstreitigkeiten führten zu einem Verlust von rund 2 Mrd £. Fortschritte erzielte das Unternehmen beim Abbau der risikotragenden Aktiva.

So stieg die für Banken wichtige Kernkapitalquote auf 15,5%, was einen sehr guten Wert darstellt. Der operative Gewinn vor Sonderfaktoren und Steuern lag bei 4,4 Mrd £, verglichen mit 6,1 Mrd £ im Vorjahr.

Der Gewinnrückgang spiegelt das schwierige Marktumfeld und Desinvestitionen wider

Das Eigenkapital belief sich auf 54 Mrd £. Davon waren 41 Mrd £ materielles Reinvermögen. An der Börse wird das Eigenkapital nur mit 25 Mrd £ bewertet. Ein Hauptgrund für den hohen Bewertungsabschlag könnte die Ungewissheit im Hinblick auf Rechtsstreitigkeiten sein.

RBS warnte davor, dass die drohenden Strafen und Entschädigungszahlungen viel höher als erwartet ausfallen könnten. Im laufenden Jahr dürften daher weitere „substanzielle“ Rückstellungen anfallen. Darüber hinaus sind weitere Restrukturierungsaufwendungen in Milliardenhöhe zu erwarten. Ob sich auf diesem Kursniveau bereits Kurschancen auftun, lässt sich daher schwer sagen.

Die operativen und bilanziellen Fortschritte dürften vor diesem Hintergrund weiter überschattet werden. Operativ betrachtet sind die Vorzeichen angesichts des Wachstums bei Immobilienfinanzierungen und umfangreicher Kostensenkungen durchaus positiv. Im 1. Quartal 2016 wurde der operative Gewinn wieder gesteigert.

Unternehmensporträt

Die Royal Bank of Scotland (RBS) wurde 1727 gegründet und gehört zu den führenden Banken in Großbritannien. Über die Tochter Direct Line Insurance bietet die Gruppe Autoversicherungen über den Direktvertrieb an.

Die Segmente Asset Management und Investmentbanking konnten nach der Akquisition von NatWest im März 2000 erfolgreich ausgebaut werden. Der Konzern war 2007 an der Akquisition von ABN-Amro federführend beteiligt.

Raiffeisen Bank ist vergangenes Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt

Dabei waren die Vorzeichen angesichts der Rezession in Russland und der Ukraine alles andere als positiv. Zu dem deutlich besser als erwarteten Jahresergebnis von 379 Mio € trug insbesondere die sinkende Risikovorsorge in der Ukraine bei.

Zudem wurde ein Teil der Aufwendungen nach einer regulären Prüfung der Rechnungslegung dem vorherigen Geschäftsjahr zugeordnet.

Raiffeisen Bank hofft auf sinkende Risikovorsorge

Im 4. Quartal 2015 mussten die Nettodotierungen zur Kreditrisikovorsorge aufgrund einer negativen Entwicklung des Firmenkundengeschäfts in Asien erhöht werden. Im laufenden Jahr erwartet RBI jedoch eine insgesamt weiter sinkende Risikovorsorge.

Im Einklang dazu war diese im 1. Quartal 2016 wieder rückläufig. Die Zins- und Provisionserträge sanken dabei erneut. Der Zinsüberschuss ging aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus um 13% zurück.

Zudem verzeichnete RBI einen volumenbedingten Rückgang in der Konzernzentrale und in Asien. Der Provisionsüberschuss reduzierte sich im Zuge von Währungsabwertungen in Osteuropa und sinkenden Mengen in Zentraleuropa um 4%. Das Handelsergebnis konnte dagegen deutlich verbessert werden, was zusammen mit der niedrigeren Risikovorsorge zu einem Anstieg des Konzerngewinns führte.

Derzeit prüft RBI einen Zusammenschluss mit der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB). Aufgrund der vergleichsweise schwachen Kapitalausstattung der RZB und damit einhergehenden, möglichen Kapitalerhöhungen kam die Nachricht an der Börse nicht gut an.

Unternehmensporträt

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) entstand im Jahr 2010 durch die Fusion der Kundengeschäftsfelder der Raiffeisen Zentralbank Österreich und der Raiffeisen International Bank Holding.

Heimatmarkt von RBI ist Österreich, wo die Gruppe als führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, sowie Mittel- und Osteuropa mit einem Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und spezialisierten Finanzdienstleistern in 17 Märkten.

8. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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