Diese zwei Unternehmen profitieren vom Social Distancing

Teamviewer Software IPO RED – shutterstock_1460605943

Mit „Wir bleiben Zuhause“ ruft die Regierung zum Kampf gegen das Coronavirus auf. Diese zwei Unternehmen profitieren davon besonders. (Foto: II.studio / shutterstock.com)

HelloFresh blieb 2019 auf Erfolgskurs. Das dynamische Wachstum konnte nochmals gesteigert werden. Der Umsatz stieg um 41,4% auf rund 1,8 Mrd. €. Die Anzahl der aktiven Abonnenten legte sogar um 45,3% auf fast 3 Mio. Nutzer zu. Unterm Strich konnte noch kein Gewinn erwirtschaftet werden, was auf die erheblichen Marketingaufwendungen zurückzuführen ist.

Wachstum steht an erster Stelle

HelloFresh möchte sich eine Monopolstellung erarbeiten. Erste Schritte dahin waren bereits erfolgreich. Es gibt zwar Konkurrenzunternehmen, die ein identisches Geschäftsmodell verfolgen. Gemessen am Umsatz ist HelloFresh aber praktisch allein auf dem Markt. Der größte Konkurrent, MarleySpoon, kommt auf weniger als 70 Mio. $ Umsatz und ist in weniger Ländern vertreten. Die Strategie von HelloFresh scheint aufzugehen. Trotz der erheblichen Marketingaufwendungen nähert sich der Konzern der Gewinnschwelle an. Bereits 2020 könnten schwarze Zahlen geschrieben werden.

Rückenwind liefert die Corona-Krise

Aufgrund der Angst vor Lieferengpässen kam es weltweit zu Hamsterkäufen. Kunden haben sich deshalb nach Alternativen umgesehen. HelloFresh verzeichnete neue Rekordumsätze.

Dennoch birgt die Geschäftsentwicklung ein hohes Risiko, das nicht vergleichbar mit einem gestandenen Unternehmen ist. Sollte HelloFresh die Gewinnzone erreichen und sich langfristig als Marktführer für DIY-Essensbestellungen etablieren, wird auch der Aktienkurs davon profitieren.

Unternehmensporträt

HelloFresh ist ein junges Unternehmen aus Berlin, das sich auf die Auslieferung von Kochboxen spezialisiert hat. Im Lieferumfang sind sämtliche Zutaten und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung enthalten. Die Kochboxen sollen nachweislich gesund sein, gleichzeitig aber auch schnell zubereitet werden können.

Für TeamViewer war 2019 ein besonders ereignisreiches Geschäftsjahr

Der deutsche Software-Konzern hat den Börsengang gewagt und notiert seit September 2019 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit einem Emissionsvolumen von 1,97 Mrd. € war es der größte Börsengang eines deutschen Technologieunternehmens der vergangenen 20 Jahre.

Gleichzeitig hat TeamViewer seinen Umsatz um 51,1% auf 390,2 Mio. € gesteigert. Unterm Strich wurde die Gewinnschwelle mit großen Schritten überwunden. Es konnte ein Gewinn von rund 104 Mio. € ausgewiesen werden. Im Vorjahr musste noch ein Fehlbetrag von 12,4 Mio. € verbucht werden.

Die Erfolge sind beeindruckend

TeamViewer setzt auf eine internationale Wachstumsstrategie. 2019 wurden lokale Vertriebs- und Marketingaktivitäten gezielt verstärkt, um die geografische Expansion weiter voranzutreiben. Der Fokus lag hierbei auf dem Ausbau der im Jahr 2018 gegründeten Standorte (Indien, China, Japan und Singapur) in der Region APAC sowie in der Intensivierung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Amerika. Zudem wurden alle Produkte auf ein Abonnement-Modell umgestellt. So sind Zahlungsflüsse besser planbar, und die Hürde für Neukunden ist aufgrund verschiedener Preismodelle niedriger.

Die Corona-Krise hat TeamViewer Rückenwind verliehen. Digitale Lösungen sind durch die verordneten Home-Office-Tätigkeiten besonders gefragt gewesen. TeamViewer konnte hier besonders gut punkten.

Unternehmensporträt

TeamViewer ist ein Software-Unternehmen aus Göppingen, das sich auf Fernwartungssoftware mittels Screen-Sharing, Videokonferenzen, Datentransfers und VPN-Lösungen spezialisiert hat. Alle Produkte werden in einem Abonnement-Modell angeboten. TeamViewer ist weltweit aktiv und hat das Potenzial in den DAX 30 aufzusteigen.

Dax30 – Bullen bleiben fest im Sattel!

Dax30 – Bullen bleiben fest im Sattel!Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters John Gossens Daily Dax. Täglich analysiere ich zwei Mal für Sie die internationalen Aktienmärkte und morgens starten wir immer mit dem Blick… › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz