Diesen Branchen kann eine Rezession nichts anhaben

In Krisenzeiten sind Aktien aus defensiven Branchen eine gute Wahl.

Diese nicht-zyklischen (defensiven) Werte sind weniger von der Konjunktur abhängig und daher nicht so anfällig für eine (mögliche) Rezession.

Wenn Sie Ihr Depot vor der Rezessionsgefahr absichern wollen, lohnt sich ein Blick auf Aktien der folgenden Branchen…

Klassische defensive Branche: Gesundheitssektor

Zu den klassischen nicht-zyklischen Branchen zählt der Gesundheitssektor. Die Geschäfte von Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Gesundheits-Dienstleister sind von einer möglichen Rezession wenig bis gar nicht betroffen.

In wirtschaftlich schwachen Zeiten schränken sich die Menschen beim Konsum ein, nicht jedoch bei ihrer Gesundheit. Und die Krankenkassen bezahlen die Behandlung auch in Krisenzeiten.

Diese Krisenresistenz wird an der Börse honoriert: So haben sich beispielsweise die Aktien von Fresenius Medical Care und der Konzernmutter Fresenius in den letzten Wochen erheblich besser als der DAX geschlagen.

Und selbst wenn Gesundheitsaktien in Krisenzeiten durch eine Verkaufspanik mit nach unten gezogen werden, erholen sie sich in der Regel wesentlich schneller als der Gesamtmarkt.

Gegessen wird immer

Auch die Nahrungsmittelindustrie braucht sich um ihren Absatz in Krisenzeiten keine Gedanken zu machen. Gegessen und getrunken wird schließlich immer. Aktien von Marktführern mit einem großen Spielraum bei der Preisgestaltung verleihen Ihrem Depot Stabilität.

Schauen Sie sich beispielsweise die Charts von Nestlé oder Coca-Cola an. Deren Aktienkurse zeigten sich von der allgemeinen Ausverkaufsstimmung nahezu unbeeindruckt. Die Anleger wissen schon, was Sie an diesen krisenfesten Markengiganten haben.

Versorgeraktien bei Bodenbildung interessant

Die Versorger sind ebenfalls kaum von der Konjunkturlage abhängig. Allerdings sieht man diese Tatsache Aktien wie RWE oder E.ON im laufenden Jahr nicht unbedingt an. Ein Großteil der Kursverluste ist jedoch nicht der Rezessionsangst geschuldet, sondern den Problemen der Branche: Die Gewinne sind rückläufig, u.a. wegen des Atomausstiegs.

Seit Jahresbeginn haben sich die Aktienkurse der beiden im DAX gelisteten Energieversorger halbiert. Aufwärtspotenzial ist in jedem Fall vorhanden. Solange der Markt schwächelt, ist ein Ende des Abwärtstrends bei Versorgeraktien allerdings nicht absehbar. Daher sollten Sie hier vor dem Einstieg eine Bodenbildung abwarten.

Telekommunikation bietet gute Wachstumschancen

Sicherheit vor einer Rezession bietet Ihnen auch die Telekommunikationsbranche. Klar ist: In den kommenden Jahren wird der weltweite Datenverkehr weiter wachsen. Einige Unternehmen werden mehr davon profitieren, andere weniger. Hier lohnt sich für Sie ein Blick auf die (kommenden) Trends.

So beschert der Smartphone-Boom Apple seit Jahren extrem hohe Wachstumsraten. Selbst während der Wirtschaftskrise 2009 konnte das Unternehmen seinen iPhone-Absatz erheblich steigern.

Und der Boom von iPhone und iPad bzw. den zahlreichen Nachahmerprodukten ist noch lange nicht vorbei.

Daher dürften die Zulieferer von Smartphones und Tablet-PCs in den nächsten Jahren starke Geschäfte machen – unabhängig vom Konjunkturverlauf.

6. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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