Diesen Zulieferer für Elektronikartikel kennen Sie alle

Kennen Sie noch NEC? Der japanische Konzern war einer der Pioniere der Unterhaltungs-Elektronik.

Inzwischen sind die Produkte von NEC hierzulande etwas seltener geworden. Es ist aber trotzdem nicht so, als hätte NEC den Betrieb eingestellt.

Vielmehr ist das japanische Unternehmen inzwischen verstärkt als Zulieferer aktiv. Der japanische NEC-Konzern ist ein führender internationaler Zulieferer von Elektronik-Produkten.

Darüber hinaus ist er für Regierungs-Stellen und Kommunikations-Unternehmen im Bereich der Systemintegration tätig.

In der Sparte Computerchips ist der Konzern weltweit die Nr. 2 (hinter Intel). Weitere Produkte stammen aus der Konsum-Elektronik.

UMTS-Handys, die hauptsächlich in Japan vertrieben werden, gehören zu den marktfähigsten Produkten.

NEC arbeitet mit interessanten Unternehmen zusammen

NEC hat die Krise in einem freundlicheren wirtschaftlichen Umfeld endgültig hinter sich gelassen. Mit knapp 3 Bio. Yen war 2014 der Umsatz zwar um 3,5% rückläufig, doch den Gewinn konnte NEC um rund 70% auf 57,3 Mrd Yen steigern.

Während im Segment Public der Umsatz um 11,3% anzog, kämpfte der Bereich System Plattformen weiterhin mit rückläufigen Absatzzahlen – der Umsatz ging infolgedessen um 6,6% zurück.

Operativ sieht es auch wieder deutlich besser aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 20,6% auf 128,1 Mrd. Yen, entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge von 3,5 auf 4,4%.

Das Joint Venture zwischen Lenovo und NEC ist offenbar gut angelaufen: Die beiden Konzerne verlängern das gemeinsame Projekt bis 2026.

Gemeinsam vertreiben die beiden Tablets und NEC-Computer auf dem japanischen Markt. Ursprünglich hatte das Abkommen eine Laufzeit von 5 Jahren, die im Juni 2016 ausgelaufen wäre.

Lenovo hält 51% der Anteile an dem Joint Venture, NEC die restlichen 49%.

Der Open-Source-Anbieter Red Hat und NEC intensivieren ihre Zusammenarbeit und entwickeln Carrier-Grade- OpenStack-Lösungen für die NFV (Network-Functions-Virtualization).

Ziel ist es, eine zuverlässige, offene und skalierbare Cloud-Plattform bereitzustellen, mit der sie das Potenzial von NFV optimal ausschöpfen können.

NEC ist nicht interessant genug

Für 2015 rechnet das Management mit einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinn von 65 Mrd. Yen. Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir jetzt eine durchschnittliche Kursentwicklung.

Uns gefällt v. a. die Zusammenarbeit mit Lenovo. Belastend wirken dagegen der Umsatzrückgang und die niedrigen Margen.

Das Unternehmen bietet Anlegern eine Dividende von 1,1%. Das ist nicht viel, aber immerhin ein kleines Zubrot. Am Markt gibt es dennoch bessere Aktien.

25. August 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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