Dieser Autokonzern ist ein Schnäppchen

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Die Autobranche ist im Wandel. Wie der Konzern PSA damit umgeht und welche Rolle Opel dabei spielt. (Foto: r.classen / shutterstock.com)

Was halten Sie von Opel? Ich mag vor allem die Oldtimer aus Rüsselsheim. Wenn man ehrlich ist, hat der Autobauer auch nach seiner goldenen Zeit immer wieder für solide Innovationen gesorgt. Trotzdem ist das Image von Opel nicht so wirklich gut. Unter dem Dach von PSA ist das bislang auch nicht besser geworden. Dennoch ist der Konzern für Opel eine Chance – Innovationen könnten die deutsche Traditionsmarke wieder in die Spur bringen. Was von der Aktie von PSA zu halten ist und wie es bei Opel voran geht, haben wir für Sie analysiert!

Solides Geschäft in Europa

Peugeot Citroën (PSA) ist nach Volkswagen der zweitgrößte Automobilhersteller Europas. Weltweit rangiert PSA auf Rang sechs. Neben den Automarken Peugeot, Citroën, Opel/Vauxhall und der Modellreihe DS produziert der Konzern Motorroller und ist in den Geschäftsbereichen Fahrzeugausstattungen (Faurecia) und Finanzdienstleistungen aktiv.  PSA hatte einen schwachen Jahresauftakt.

Im 1. Quartal brach der Absatz um 15,7% auf 886.400 Fahrzeuge ein. Verantwortlich war in erster Linie die Einstellung der Aktivitäten im Iran. Aber auch in vielen anderen Ländern hat der Konzern deutlich weniger Autos verkauft. Lediglich in Europa stieg der Absatz dank der starken Nachfrage nach den Modellen von Citroën und Opel/Vauxhall um 1,6% auf 783.500 Fahrzeuge. Opel/Vauxhall konnte auch weltweit einen Absatzzuwachs von 3,9% auf 285.300 Fahrzeuge melden. Der Umsatz ging dagegen nur um 1,1% zurück, weil der Konzern mehr teure und mit Zusatzausstattungen versehene Autos verkaufen konnte. Zudem blieb der Beitrag des Kfz-Zulieferers Faurecia mit 4,3 Mrd € Umsatz stabil.

Lassen Sie sich von der Bewertung nicht blenden!

Ein Lichtblick ist daneben die Entwicklung bei Opel/Vauxhall. Die Übernahme hat sich bereits ausgezahlt. Die Sanierung ist aber erst dann abgeschlossen, wenn die Tochter eine operative Marge von 6% erzielt. Im vergangenen Jahr waren es 4,7%. Zudem muss PSA seine starke Abhängigkeit von Europa verringern. Eine Rückkehr auf den US-Markt, die der Konzern im Rahmen einer Kooperation mit Fiat Chrysler in Erwägung zieht, erscheint jedoch wenig sinnvoll.

Vor allem die Produktpalette spricht nicht die Kunden in den USA an. Hinzu kommt der zunehmende Protektionismus. PSA hat sich wie üblich nicht zur Gewinnentwicklung im 1. Quartal geäußert und auch keine Jahresziele genannt. Die Aktie ist zwar immer noch niedrig bewertet, doch glauben wir nicht an einen baldigen Befreiungsschlag. Die Stimmung ist zu schlecht. Suchen Sie sich besser andere Aktien für Ihr Depot!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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