Dieser Autozulieferer ist fit für die Zukunft

Trends wie das autonome Fahren lassen sich nicht mehr umkehren. Sensoren sind dabei entscheidend. paragon hat sich hier Vorteile erarbeitet. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Das Auto ist längst mehr als ein Fortbewegungsmittel. Im Auto wollen wir uns wohlfühlen. Doch um beispielsweise die Qualität von Luft zu erkennen, sind Sensoren notwendig. Künftig wird deren Bedeutung noch viel weiter gehen. Beispielsweise dann, wenn mittels Sensoren auch Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Insassen gezogen werden können. Auch beim Thema Sicherheit sind Sensoren wichtig und tragen dazu bei, dass wir uns in unseren Fahrzeugen wohl fühlen.

Ein Unternehmen, das sich rund um Sensoren für Automobile gut aufgestellt hat, ist paragon. paragon entwickelt, produziert und vertreibt Lösungen im Bereich der Automobilelektronik. Zum Portfolio des Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen Produkte in den Bereichen Luftqualität, Antriebsstrang, Akustik, Cockpit, Schrittmotoren, Media-Interfaces und Bedienung. Eines der bekanntesten Produkte des Unternehmens ist der Luftgütesensor AQS. Zum Kern der Unternehmensstrategie gehört die Konzentration auf Produkte jenseits des Mainstreams.

Gute Zahlen von paragon

In den ersten 9 Monaten steigerte paragon den Umsatz um 15% auf 84,7 Mio €. Das Wachstum resultierte aus der hervorragenden operativen Entwicklung in den Sparten Elektromobilität und Mechanik. Während sich der Umsatz im Segment Elektronik leicht erhöhte, zeigten die Segmente Elektromobilität und Mechanik das weitaus größere Wachstum. Damit stieg der Anteil der beiden jungen Bereiche von 12,5 auf 22,5% des Gesamtumsatzes.

Trotz des Umsatzanstiegs der beiden Bereiche erhöhte sich der Materialaufwand nur um 11,7%. Der Rohertrag erhöhte sich von 43,2 auf 51,5 Mio €, was einer Bruttomarge von 60,8% entspricht. Das Segment Elektromobilität verdoppelte den Umsatz. Das Wachstum wurde von der Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule für Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme dominiert.

Zudem ist im 3. Quartal die Serienproduktion für 5Ah-Starterbatterien für Motorräder angelaufen. Gleichzeitig wurde der Bau eines weiteren Prototyps für ein neu konzipiertes Komatsu-Großfahrzeug vorangetrieben. Im Segment Mechanik lief die Serienproduktion der neuen Generationen ausfahrbarer Heckspoiler an. Der Segmentumsatz stieg deutlich um 127,5%.

paragon ist die Zukunft

Mit dem Trend zum autonomen Fahren profitiert paragon unmittelbar durch die gesetzliche Regulierung von seiner technologischen Expertise bei Sensoren. Auf Basis der Ergebnisse bestätigte der Vorstand seine Prognose für 2017. Demnach soll der Umsatz auf 120 bis 125 Mio € wachsen. Dabei wird eine operative Marge von rund 9,0 bis 9,5% erwartet.

Angesichts der bereits hohen Bewertung könnten Anleger bei der Aktie skeptisch werden. Dich die Bewertung ist angesichts der hohen Expertise in einem für die Zukunft der Automobile wichtigen Feld gerechtfertigt. Die Dividendenrendite von 0,4% können Anleger vernachlässigen. Hier zählt das Wachstum!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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