Dieser Chart bringt Ruhe ins Chaos der aktuellen Börsenlage

Der selten analysierte Dow Jones Transportation Average zeigt, dass der Aufwärtstrend intakt ist. Die Trendlinie hat gerade so gehalten. (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Waren Ihnen die vergangenen Tage und Wochen auch zu hektisch und ungewohnt spannend? Wir haben scheinbar auch schon die heftigsten Kursreaktionen hinter uns – zumindest für den Moment. Deshalb werfen wir heute einmal ein Blick auf einen Chart, den sich vermutlich selten bis nie zu sehen bekommen.

Was ist der Dow Jones Transportation Average?

Kurz zum Hintergrad – was steckt hinter dieser Version des Dow Jones? Der DJTA, das ist sein Kürzel, beinhaltet die 20 der größten US-Unternehmen, die mit Transport zu tun haben. Entstanden ist er ursprünglich als Übersicht über die Eisenbahngesellschaften in den USA. Das ist aber inzwischen über 120 Jahre her.

Heute geht es nicht mehr nur um Lokomotiven, sondern um Fluggesellschaften, Speditionen, Schifffahrtsunternehmen und diverse Lieferservices. Mit dabei sind unter anderem American Airlines, Delta Air Lines, FedEx, JetBlue Airways, Southwest Airlines und UPS.

Diese sind allerdings unterschiedlich stark gewichtet. Besonders wichtig ist FedEx. Der Lieferservice führt mit 13,63 Prozent Anteil am Dow Jones Transportation Average. American Airlines hat dagegen nur 3,12 Prozent und Jet Blue als Schlusslicht sogar nur 1,2 Prozent. Neben FedEx ist noch eine Bahngesellschaft von Bedeutung: Norfolk Southern Railway. Diese wird mit 8,08 Prozent gewichtet.

Welche Bedeutung hat der Transportation Average?

Letztlich wird dieser Chart, den wir uns nachfolgend im Wochenchart anschauen, als Indikator für den gesamten Aktienmarkt betrachtet und jetzt kommt der wichtige Teil: Er gilt als Vorläufer. Wenn es also den größten Transportunternehmen schlecht geht, wird der restliche Markt in der Folge auch einen Dämpfer bekommen.

Da steckt auch eine gewisse Logik dahinter: Wenn weniger Güter transportiert werden, wird weniger produziert, gehandelt, gekauft und konsumiert. Dass sich daraus ein Rattenschwanz ergibt, der den gesamten Markt schwächt, ist demnach also durchaus verständlich. Und was macht der DJTA in diesen heißen Zeiten? Er läuft an die untere Begrenzung seines zwei Jahre alten Aufwärtstrends und steigt erneut an.

Wie Sie sehen, ist hier alles im Lot. Wir haben die untere Begrenzung einmal kurz berührt und schon ging es wieder steil bergauf. Das ist ein gutes Zeichen und sollte dieser Trendkanal weiterhin halten, werden auch die anderen Indizes sehr wahrscheinlich wieder steigen.

Sie sehen auch, wie breit diese Spanne des DJTA ist. 2.000 Punkte Schwankungsbreite sind hier völlig normal. Insofern können wir auch viel Luft nach oben erwarten, wenn die Kurse erneut anziehen. Das muss nicht sofort sein. Wie Sie im Verlauf des Charts sehen, gibt es eher Wellenbewegungen als spontane Tiefs und Hochs. Da waren die Kurse in dieser und der vorherigen Woche eine Ausnahme.

Es ist demzufolge möglich, dass wir noch einmal – mit etwas weniger Tempo – an die untere Begrenzung heranlaufen und erst dann wieder steigende Werte sehen. Noch ist die Lage ungewiss und deshalb halten wir den Ball sicherheitshalber noch flach.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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