Dieser Chart gibt den Startschuss für den nächsten Crash

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Crash in 3,2,1? Nein, so angezählt ist der DAX noch nicht. Allerdings zeigt uns der VDAX, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis die Kurse ausatmen. (Foto: Deutsche Börse AG)

Die 11.800 Punkte wurde bereits heute schon erreicht! Der DAX nimmt noch einmal Fahrt auf, während der VDAX fast am Boden ist. Den Volatilitätsindex schauen wir uns gleich nach dem DAX an. Denn dieser ist oft der Vorbote von Wendepunkten im Chart.

DAX-Chartanalyse

Jetzt können die Bullen zeigen, was in Ihnen steckt. Ist das einfach der Optimismus vor den Pressekonferenzen der Notenbanken? Ende der Woche wissen wir mehr. Aktuell ist der DAX auf jeden Fall sehr stark. Böse Zungen reden schon jetzt von einem Short-Squeeze. Doch dafür ist meiner Meinung nach noch zu wenig Bewegung im Chart, obwohl es heute definitiv stark nach oben ging. Aber auch sehr konstant. Die Kurse liefen ständig nach oben. Ohne Hektik, ohne spontanen Squeeze.

Die EMA-200 wurde wie bereits erwähnt schon geknackt und gestern noch einmal getestet. Heute ging es steil nach oben, bis zur SMA-200. Diese hatten wir sogar intraday schon überschritten. Das aktuelle Tageshoch liegt bei 11.823 Punkten. Die SMA-200 verläuft bei 11.779 Punkten. Die Chancen stehen gut, dass wir auch darüber schließen. Ein weiterer Sieg für die Bullen.

Allerdings – schauen Sie einmal an den linken Rand des Charts. Die Kurse können die 200-Tagelinie auch durchbrechen und erst danach wieder gen Süden drehen. Es ist also noch nichts in trockenen Tüchern. Der Chart Ende Juli 2018 zeigt, wie eine solche Bullenfalle aussehen kann. Behalten Sie lieber noch Ihre Cashquote hoch. Jetzt muss aktuell nicht in den DAX investiert werden. Hier geht es eher um Gewinnmitnahmen.

Vielleicht erreichen wir ja schon morgen oder am Donnerstag die 11.850 Punkte. Erinnern Sie sich? Diese haben Bedeutung, weil sich hier die Nackenlinie der SKS-Formation befindet, die uns im Herbst hat abstürzen lassen. Es ist ganz normal, dass die Kurse diese Linie noch einmal von unten anlaufen können und danach wieder fallen. Ein Verkaufssignal haben wir aber noch nicht: Deshalb halten Sie sich zurück, auch wenn es schwer fällt.

VDAX – wir sind schon wieder fast am Boden

Der VDAX zeigt die Volatilität im DAX. Wenn die Schwankungsbreite steigt, nimmt der VDAX zu. Aktuell haben wir fast keine Volatilität, deshalb sind die Kurse des VDAX fast am Boden. Über die Jahre sehen Sie hier im Wochenchart des VDAX, wann häufig die Wendepunkte erreicht sind. Und wir stehen kurz davor!

In der Regel läuft das jetzt so ab. Wir treffen auf diesen Widerstand im Chart um die 12,50 Punkte und von dort prallen die Kurse wieder nach oben ab. Die Kurse des VDAX wohl gemerkt! Wenn der VDAX steigt, fällt der DAX in den meisten Fällen. Hohe Volatilität kommt einfach mit schnell fallenden Kursen.

Noch sind wir aber nicht an dem oft genutzten Wendebereich angekommen. Jedoch sind wir kurz davor. Als der DAX im Oktober anfing zu fallen, waren wir in einem ähnlichen Bereich. Es benötigt also nicht immer 12,50 auf Wochenbasis im VDAX.

Wie gesagt, so läuft es in der Regel ab. Da wird aber gerade durch die Notenbanken, den chaotischen Brexit und dessen Verschiebungen sowie den Handelskrieg als Sahnehäubchen eine interessante Situation haben, kann es auch anders kommen. Wir spielen aber weiterhin die Wahrscheinlichkeiten. Die Rallye heute kann einpreisen, dass die Notenbank ihren Plan anpassen. Es kann auch sein, dass jetzt schon klar ist, dass es Ende März keinen ungeordneten Brexit geben wird und das wurde gefeiert.

Sagen wir es einmal so: Das Potential für Überraschungen auf der Oberseite ist aktuell eher begrenzt. Im Moment ist heile Welt. Die Notenbanken werden wohl Zinsanhebungen weiter verschieben und die Briten bekommen vielleicht sogar drei Jahre mehr Zeit, um sich am Ende für einen Verbleib in der EU zu entscheiden. Viel besser kann es aus Aktiensicht kaum laufen.

Was Ihnen aber kaum einer erzählt: Viele Fonds sind noch immer nicht investiert und halten ihre Cashquote hoch. Das sollte Ihnen als Anleger auch zu denken geben. Bleiben wir einfach vorsichtig. Es geht jetzt nicht darum auf Kraft noch 100 Punkte im DAX mitzunehmen. Gerade weil die aktuelle Situation so komplex ist, kann keiner genau vorhersagen, was bis Ende März passieren wird.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.