Dieser Konzern lässt Elektromobilität wahr werden

Den deutschen ist ihr Auto heilig, so das gängige Vorurteil.

Doch die Zeiten ändern sich – Umfragen unter jungen Menschen zeigen, dass das eigene Auto heute kaum noch eine Rolle spielt:

Junge Großstädter nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, Carsharing oder Fahrdienste wie Uber.

Jeden Tag mit dem eigenen Auto zu fahren, sich um Wartung und Reparatur zu kümmern und ständig Parkplätze zu suchen, ist bei vielen Menschen out.

Sicher kennen auch Sie jemanden, der von Autos wenig hält.

Die Frage, die wir als Investoren uns stellen, ist, wie sich Autokonzerne mit solchen neuen Kundengruppen herumschlagen.

Ein Konzern, der bei Elektro-Antrieben weit vorne ist, ist Renault. Der französische Hersteller gehört zu den größten Automobil-Produzenten in Europa.

Neben Kraftfahrzeugen bietet das Unternehmen Ersatzteile und Finanzierungen an.

Die Fahrzeuge werden unter den Marken Renault und Dacia (Rumänien) verkauft. Wichtige Beteiligungen bestehen an Nissan (44,4%) und Avtovaz (25%).

E-Auto ZOE fährt bald 400 km weit

Renault hat überzeugende Zahlen für die ersten 9 Monate präsentiert:

Der Umsatz stieg um 13,3%, in der Auto-Sparte sogar um 14,1%, und der Absatz um 14,3% auf 2,29 Mio. Fahrzeuge. In allen wichtigen Regionen hat der Konzern Absatz-Zuwächse erzielt und Marktanteile gewonnen.

Dies zeigt: Die neuen und überarbeiteten Modelle Mégane, Kadjar, Espace und Talisman kommen bei den Kunden gut an.

Elektrofahrzeuge sind ebenfalls sehr gefragt; in Europa beträgt der Marktanteil schon 20,8%. Und in Deutschland kommt jedes 3. E-Auto aus dem Hause Renault.

Der ZOE, das meistverkaufte E-Auto in Europa, erreichte allein im 3. Quartal ein Absatzplus von 22,4%.

Mit dem neuen ZOE R400 will Renault noch mehr Kunden erreichen. Eine verbesserte Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 400 km.

Große Chancen sieht Renault im Wachstumsmarkt Iran. Dort hat der Konzern ein neues Joint-Venture gegründet und wird die Produktions-Kapazität bis 2018 auf jährlich 400.000 Einheiten verdoppeln.

Bei Renault stimmt nicht nur die Dividende

Auf der Agenda steht daneben die Expansion in China. Um mittelfristig einen Marktanteil von 3,5% zu erreichen, wird das Händlernetz bis Ende 2017 von derzeit 125 auf 200 Filialen erweitert.

Zur Ergebnis-Entwicklung hat sich das Management nicht geäußert. Im 1. Halbjahr war der Gewinn um 8,8% auf 1,5 Mrd. € gestiegen.

Eine konkrete Jahres-Prognose blieb der Konzern ebenfalls schuldig. Wir erwarten 50 Mrd. € Umsatz und 3,4 Mrd. € Gewinn.

Renault ist günstig bewertet und bietet eine attraktive Dividendenrendite. Die Aktie entwickelt sich im Gleichschritt mit dem Vergleichs-Index CAC 40.

Die Aktie ist nicht uninteressant!

12. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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