Dieser SDAX-Wert strebt mit Weltmarktführern zum neuen Allzeithoch

Gute Konjunkturdaten haben die Aktienmärkte heute nur kurzfristig belebt.

Obwohl der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) um 7,3 Punkte auf 0,5 Zähler kletterte, verharrte der deutsche Leitindex DAX auf dem Niveau des Vortags.

Was mir an den Ergebnissen der ZEW-Befragung von 300 Finanz-Experten besonders gefällt: Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland fällt deutlich besser aus als erwartet.

Der entsprechende Saldo legte um 7,8 Punkte auf 57,6 Punkten zu – Experten hatten im Vorfeld lediglich 50,0 Punkte erwartet.

Die positive Lage-Einschätzung spiegelt sich auch in den heute veröffentlichten Geschäftsahlen der Holding-Gesellschaft Indus wieder.

Mit einem Umsatz in Höhe von 382,1 Mio. € und einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 38,8 Mio. € hat Indus im 2. Quartal 2016 das beste Quartals-Ergebnis ihrer Unternehmens-Geschichte erzielt.

Starkes Umsatz- und Ergebnis-Wachstum

Mit dem starken Umsatz- und Ergebnis-Wachstum konnte die Gesellschaft, die ausschließlich in mittelständische Unternehmen aus der Produktions-Industrie investiert, die schwächere Geschäfts-Entwicklung in den ersten 3 Monaten mehr als ausgleichen.

Insgesamt verbesserte sich der Umsatz im 1. Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum um 5,8% auf 714,9 Mio. €. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg sogar um 10,5% auf 69,3 Mio. €.

Bereinigt um Effekte aus Unternehmens-Käufen lag das operative Ergebnis nach 68,0 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum nun bei 75,5 Mio. €. Auch der Gewinn nach Steuern lag mit 37,0 Mio. € deutlich über dem des Vorjahres (32,0 Mio. €).

Und weiterhin hält Indus an der schrittweisen Vergrößerung des Portfolios fest: Im 1. Halbjahr 2016 erwarb die Gesellschaft eine neue Beteiligung sowie weitere Ergänzungen für bereits bestehende Beteiligungen.

Ansammlung von Weltmarktführern

Anfang Juni hatte Indus den Kauf des niedersächsischen Unternehmens H. Heitz berichtet. Die Heitz-Gruppe produziert als einer der weltweit größten Anbieter Furnier-Kanten und Ummantelungs-Furniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie.

Zu den Kunden zählt unter anderem auch das schwedische Möbelhaus Ikea, an das Heitz Furnier-Kanten für das „Billy“-Regal, eines der wohl meistverkauftesten Regale der Welt, liefert.

Sie sehen: Indus baut seine Schar an Weltmarktführern weiter aus. Entsprechend hält der Indus-Vorstand auch an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest:

Er rechnet mit einem leichten Umsatz-Wachstum auf mehr als 1,4 Mrd. € und einem operativen Ergebnis (EBIT) zwischen 134 und 138 Mio. €.

Und falls sich der „erfreuliche Geschäftsverlauf im 3. Quartal fortsetzt, dann können wir uns eine Anhebung der Ergebnis-Prognose vorstellen“, schließt Indus-Chef Jürgen Abromeit ein noch stärkeres Wachstum nicht aus.

Spätestens dann sollte auch das Allzeithoch von 50,12 € aus dem Mai 2015 fallen – aktuell bewegt sich die Indus-Aktie bei rund 45,70 €.

16. August 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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